Deniz Yücel über Gauck: „Der eitle Zonenpfaffe“

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yucel

Eine Marketingidee von Deniz Yücel und seiner Kollegin Meliy Kiyak ist es, Hasstiraden zu schreiben und dann durch die Lande zu reisen, um die Hass-Mails, die sie daraufhin erhalten, vorzulesen und Betroffenheit zu erzeugen. (Yücel zum Publikum: „Wieso lachen Sie?“)

Das Leitmedium des Schweinejournalismus, die taz, war sein „Spielplatz“. Mag sein, dass man Yücel am besten versteht, wenn man ihm das glaubt: Er will nur spielen. Sein Hass auf Joachim Gauck, sein Hass auf Thilo Sarrazin, sein Hass auf Deutschland ist gespielt.

Dass der Komiker und Grimme-Preisträger Jan Böhmermann die Anzeigenkampagne für den kurdischen Kollegen Yüzel mitorganisiert hat, stützt diese Interpretation.

So wird auch sein Wechsel von einer linksextremen zu einer, sagen wir, rechtsliberalen Zeitung nachvollziehbar. (So rechts, wie man sie immer noch hält, ist Die Welt schon lange nicht mehr. Der Wechsel von Journalisten zwischen Zeitungsredaktionen unterschiedlicher politischer Couleur ist heute normal. Erklärt die Stromlinienform der Mitarbeiter die Einstimmigkeit vieler Medien im Kampf gegen alles, was rechts und „islamophob“ ist, und den Einsatz für eine grenzenlose Willkommenskultur?

Aus Deniz Yücels taz-Kolumne:

Yücel scheint, ähnlich wie Augstein von Israel, von Gauck besessen zu sein.

Hier liefert er den Häscherinnen der Kahane-Stiftung und ihrer medialen Claque eine Schwarze Liste nicht-linker Publizisten:

Ausgerechnet mit diesem deutschen und türkischen Staatsbürger soll man sich solidarisieren.

Um wieder von Yücels übler Hetze herunterzukommen, ein Auszug aus einem ARD-Interview am 11. Juni 2010 mit Joachim Gauck:

Frage: War der Versuch des Kommunismus auf deutschem Boden ebenso totalitär wie der Nationalsozialismus?

Gauck: Nein, das war er natürlich nicht. Ich bin ein Deutscher. Wissen Sie, ich musste in Deutschland lernen, in diesem Land noch sein zu wollen. Da war ich ein junger Mann und fing an zu lesen und zu denken, ich war begeistert für Schiller und für die Freiheit. Ich litt unter dem Kommunismus, weil mein Vater weg war. Aber dann wurde ich erwachsen. Schon als Jugendlicher habe ich in diese Bücher geschaut, ‚Der gelbe Stern‘, ich war entsetzt. Ich habe meine Eltern gefragt: „Was, was habt ihr gemacht, was wisst ihr?“ Sie wussten nichts. Also dann habe ich gelernt, was das bedeutet in diesem Land aufzuwachsen. Dazu wollte ich noch an Gott glauben, nach Auschwitz. Das war für mich wirklich so prägend, dass ich tief heimatlos war in diesem Land. Erst ganz, ganz langsam bin ich wieder beheimatet worden. Deshalb ist für mich immer das schwarze Loch der Geschichte der Nationalsozialismus. Es gibt keine Aussage, die belegen würde, dass ich je anders gedacht hätte. Aber, es war in der Medizin so: Als die medizinische Wissenschaft die Pest besiegt hatte, ging sie auch daran, die Cholera zu besiegen. Wenn wir eine Diktatur negativ beurteilen, die wir als die verbrecherischste beurteilen, dann dürfen wir der nächsten auch Aufmerksamkeit zuwenden und dürfen alles tun, damit sie nicht wiederkommt. Diese Diktatur nicht irgendwie schönen durch einen, sagen wir mal ‚Biedermeierblick‘.

Machen wir es kurz: „Je ne suis pas Deniz“.

Zu Deniz Yüzels Gauck-Hass passt dieser Beitrag aus meinem früheren Blog. (Die Hinweise auf Unterricht kann man überlesen.)

Der hessische Ministerpräsident Koch sicherte sich 1999 den Wahlsieg durch eine Kampagne gegen den Doppelpass, die doppelte Staatsangehörigkeit von Migranten. Gerade hatte die rot-grüne Bundesregierung die Regelung abgeschafft, dass junge Türkischstämmige, die als in Deutschland Geborene deutsche Staatsangehörige wurden, sich als Volljährige nicht mehr zwischen deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft entscheiden mussten. (Türken waren sie für die Türkei automatisch, da sie von türkischen Eltern abstammten.)

Die Aufregung war groß. Jeder anständige linke oder linksliberale Hesse wandte sich empört ab. Zum Glück für Koch gab es noch keine Twitter-Hashtags und auch Change.org war noch nicht zur Rettung des Abendlandes mit Petitionen und Unterschriftensammlungen angetreten. Ein 100 Millionen schweres Programm der Bundesregierung für „Demokratie und Toleranz. Gegen Koch“ gab es auch nicht. Und auch die Antifa hatte das Abfackeln der Autos von Andersdenkenden noch nicht flächendeckend eingeführt.

In der „taz“ schrieb Yücel einen Bericht mit dem Titel: „Super, Deutschland schafft sich ab!“. Darin heißt es:

Deniz Yücel über das Deutschensterben

„Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab! …

Besonders erfreulich: Die Einwanderer… leisten ihren Beitrag zum (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben.“

Nachgetragen wurde dieser Gedanke, den ich mir lange verkniffen habe:

Wenn Yücel so über die Türken und die Türkei schreibt, wie er über Deutschland und die Deutschen geschrieben hat, kann ich Erdogan verstehen.

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