Alle Beiträge zu Zwangskollektivierung

Gepostet am Aktualisiert am

Der Blog „Ampelmännchen und Todesschüsse“soll (m)ein Archiv sein. Mit den Stichworten, Schlagworten und der Suchfunktion kommt man schon ziemlich weit. Die Suche bei WordPress lässt dabei Wünsche offen, z. B. fehlende Trunkierung oder Treffer, wo keine Treffer sind.
Um es übersichtlich zu machen, habe ich hier alle meine Beiträge zum Kolchosenwesen der DDR (Walter Ulbricht nannte die LPGen Kolchosen) von Hand aufgelistet.
Vorab noch zwei Zitate zur Zwangskollektivierung:

„Mit Beginn des Jahres 1960 wird die Kollektivierung mit Brachialgewalt in der gesamten DDR durchgesetzt. Ob Polizei, Mitarbeiter der Staatssicherheit, Parteigenossen, Werktätige, Mitglieder der Kampfgruppen, Studenten, FDJler – alle müssen aufs Land, um widerständige Bauern davon zu `überzeugen´, `freiwillig`einer LPG beizutreten.

Wir reden hier über Inhaftierungen, wir reden über Enteignungen, wir reden über solche Dinge wie zum Beispiel, dass alle Bauern eines Dorfes einbestellt werden ins Kulturhaus. Vorne sitzt ein Stasimensch in Uniform, der nichts weiter tut, als über Stunden hinweg seine Waffe zu beladen und zu entladen vorne, und nebenbei wird für den Eintritt in die LPG geworben.

Wir reden über Leute, die beim Zahnarzt überfallen werden, die ihr Gebiss erst wieder bekommen, nachdem sie unterschrieben haben.“

(aus: Sylvia Conradt, „Bauern in die LPG!“. Vor 50 Jahren: Die Vollkollektivierung der Landwirtschaft in der DDR, in: Deutschlandradio Kultur, Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 10.06.2009.)

„Der eine Bauer riegelte sich ein. Der andere ließ seinen Hund los. Der dritte verübte Selbstmord. Den vierten brachten sie ins Gefängnis. Der fünfte flüchtete. Der sechste klappte zusammen. Der siebente unterschrieb.“

(Zitat aus: Die Welt, zit. nach Der Spiegel 13/1960 bzw, Spiegel Online v. 23.3.1960)

 

Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft

Gepostet am 24/04/2010 Aktualisiert am 01/06/2015

Zwangskollektivierung (2): Brandenburger Zustände

Gepostet am 06/05/2010 Aktualisiert am 01/06/2015

Es begann harmlos: Der sachsen-anhaltinische Bauernbund suchte einen Standort für ein Denkmal zur Erinnerung an die Zwangskollektivierung vor 50 Jahren. Er wich ins brandenburgische Kyritz aus, da Gemeinden im eigenen Land das Denkmal nicht haben wollten. Der Brandenburger Landwirtschaftsminister und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag wurden eingeladen. Kamen aber nicht.

Die DDR lebt: Die roten Barone sind heute Millionäre

Gepostet am 01/06/2015 Aktualisiert am 04/03/2017

Das Überleben der DDR-Strukturen in der Landwirtschaft

GEPOSTET AM 25/12/2015 AKTUALISIERT AM 26/12/2015

Der Historiker Christian Booß zeichnet die Kriminalgeschichte der ostdeutschen Landwirtschaft von der Zwangskollektivierung bis zum Erhalt der DDR-Strukturen in den neuen Bundesländern nach.

Austritt aus der LPG: In den Westen geprügelt

Gepostet am 05/03/2017

„Es muss demokratisch aussehen“, war Walter Ulbrichts Parole, als er den Satrapenstaat in der sowjetischen Besatzungszone organisierte. Wer dem schönen Schein folgt, glaubt heute noch an den Rechtsstaat DDR. „Rechtsstaatlich“ waren auch die Kolchosen, die LPGen, organisiert. In Satzung stand etwas davon, dass man wieder austreten könne. Wer das versuchte, der konnte von Glück sagen, dass er bloß ins Zuchthaus kam.

In der Gedenkstätte Point Alpha in der Rhön ist der Fall von Hermann Fink dokumentiert:

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s