Neue Studie: Reiche haben es besser

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Gerade höre ich alle 30 Minuten in den Radio-Nachrichten, dass Reiche länger leben. Überraschung!!!

Der wissenschaftliche Nachweis dafür war überfällig. Den Verdacht hatte ich schon lange, weil: Champagner ist gesünder als Bier, Rumpsteak nachhaltiger als Kartoffelsuppe. Außerdem machen Reiche länger Urlaub als Arme, wohnen mehr Reiche in Fünfsternehotels als Arme, fahren Reiche in sicheren Autos mit schadstoffgereinigter Innenbelüftung, Arme in rostenden, krebserzeugenden Blechbüchsen. Chefarztbehandlung ist bei Reichen 47,32mal häufiger als bei Armen.

Auch bei den Vornamen gibt es eine auffällige Ungleichheit: Die beliebtesten Vornamen bei reichen Kindern sind Sarah und David, bei den armen Kevin und Selina.

Reiche heiraten häufiger untereinander, als dass Reiche Arme heiraten.

Erste Reaktionen in der Welt der Politik gibt es schon:

So fordert Katja Kipping Chefarztbehandlung für alle. Die Grünen wollen eine Reichensteuer auf Champagner und Rumpsteak. Die Piraten (doch, die gibt es noch!) fordern eine Quote für schichtspezifische Heiraten. Durch Deckelung des heteronormativen Anteils sollen homosexuelle, Mehrpersonen- und andersgeschlechtliche Ehen berücksichtigt werden. Frauenministerin Schwesig (SPD) hat die Werbeagentur Scholz & Friends mit einer Kampagne für die Gleichstellung von diskriminierten Minderheiten mit Reichen beauftragt. Die Integrationsbeauftragte Özoguz (SPD) lässt, so ist aus gewöhnlich gut informierten Kreisen zu hören, prüfen, ob Migranten nicht in Fünfsternehotels untergebracht werden müssen. Die UN-Menschenrechtskommission hatte unlängst angekündigt, die Menschenrechtsverstöße in deutschen Flüchtlingslagern zu untersuchen. Einer entsprechenden Rüge will Frau Özoguz zuvorkommen.

Die Geschäftsführerin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, erhält Mittel aus dem Innen- und dem Justizministerium für die Gründung eines dringend notwendigen Instituts zur Erforschung der sozialen Ungleichheit. Direktor sollte Prof. Dr. Butterwegge werden. Da er keine Frau ist, erhebt der Zentralrat der Gleichstellungsbeauftragten Einspruch. Keine Einwände gibt es gegen Martin Schulz, den designierten SPD-Parteivorsitzenden, als Schirmherrn. Als Institutsleiterin ist jetzt Prof. Dr. Cornelia Wustmann Favoritin. Sie könnte ihre Erfahrungen beim Entwerfen von Strategien zum Abbau von Ungleichheit zwischen Männern und Frauen einbringen. Aus der Queer-Redaktion des Tagesspiegels ist aber Kritik zu hören. Es wäre an der Zeit, aus den Lippenbekenntnissen zur sexuellen Vielfalt endlich Taten erwachsen zu lassen und jemandem (Klingt das nicht zu maskulin?) aus der LGSBTQ-Community den Führungsposten zu geben.

Die Vereinigung der Assistenzprofessor*innen hat eine erste Liste von 60 Themen für Diplom-, BA- und MA-Arbeiten sowie Dissertationen zur grassierenden Verarmung zusammengestellt und fordert für die Betreuung zwanzig unbefristete AssistenzprofessorInnenstellen.

Und jetzt im Ernst:

Die Tagesschau, der angebliche Tempel seriöser Berichterstattung, vermeldet heute um 20 Uhr wieder einmal, dass arm ist, wer 60% des Äquivalenzeinkommens oder weniger hat. Herr Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband darf wieder seinen Armutsbericht verkünden, nach dem die Armut in Deutschland wächst und wächst. Seine Partei, die Linkspartei, freut sich über diese Wahlkampfvorlage.

Siehe dazu: „Die Sache mit der Armutsforschung“ v. 25.2.15. Dort wird erklärt, warum der Maßstab „Äquivalenzeinkommen“ nicht dazu taugt, Armut zu definieren.

Es ist traurig, dass Tagesschau und andere Mainstream-Medien den Schwachsinn mit den Armutsstatistiken ständig wiederkäuen.

Walter Krämer, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik hält auch die offizielle Armutsstatistik für unseriös: „Niemand, der sich ernsthaft mit dem Thema befasst“, nehme die offizielle Statistik ernst.

Rainer Zitelmann im European über Vorurteile gegenüber Reichen

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