Berlin nicht konkurrenzfähig?

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Im neuesten der zahlreichen Städte-Rankings liegt Berlin abgeschlagen auf Platz 45.

Eine Wiener Unternehmensberatungsgesellschaft legte für die EU-Kommission eine vergleichende Liste der Städte und Regionen im Hinblick auf Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit vor. (PNN/Tagesspiegel v. 1.3.17, p 18).

Nun gibt es ständig Listen der innovativsten, reichsten, kreativsten usw. Städte. Je nachdem, welche Parameter wie gewichtet werden, gibt es Unterschiede. Wer sich von der Selbstüberschätzung, mit der Berlin sich als Start-up-, Mode-, Nachtleben- und Film-Metropole feiert, nicht anstecken lässt, wird wissen, dass es mit Infrastruktur (S-Bahn-Pannen, Staus, BER-Flughafen), Bildung (Schulgebäude, Vergleichstests) und Branchenmix nicht so gut bestellt ist.

Der gelegentliche Besuch in anderen deutschen Städten zeigt, dass auch dort die Zeit nicht stehen geblieben ist und die Innenstädte nicht weniger attraktiv, die Industriegebiete größer und die Zahl der innerstädtischen Baustellen nicht geringer ist als in der „Metropole“, das geschätzt häufigste Wort in Berliner Medien.

Also: Berlin (Platz 45 von 263) liegt immerhin vor Wien (49) und der Steiermark (99). Aber München (9) Frankfurt (13), Hamburg (14) sind sehr viel weiter vorn. Natürlich auch London (1), Stockholm (4), Kopenhagen (6), Luxemburg (7), Paris (8).

Es mag sein, dass 3 weitere britische Regionen, die neben London (vor der Brexit-Abstimmung) unter die ersten Zehn gekommen sind, sich demnächst verschlechtern werden. Wenn Berlin dann auf Platz 42 vorrückt, ist das nur eine technische Verbesserung und nicht einer Verbesserung in den Parametern zu verdanken.

Eine Berliner Landesregierung, die in ihrer Koalitionsvereinbarung Unisex-Klos und während der Rush-Hour den Buseinstieg auch hinten erlauben will, die Zahl der Berater für Schulen und die Zahl der Staatssekretäre erhöht sowie einen Preis für migrantische Ökonomie ausloben will, wirkt nicht gerade vertrauensbildend.

Einen Bericht über die neue Studie habe ich bisher nur in der Tiroler Volkszeitung gefunden.

 

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