Ein paar hilfreiche Details zum Kampf der Araber gegen Israel

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israelNach dem Ersten Weltkrieg teilte die Entente das Osmanische Reich auf und schuf einige neue arabische Staaten und Mandatsgebiete. Eines davon war das britische Mandatsgebiet Palästina. Der Name Palästina war seinerzeit ein rein geographischer Begriff. Benutzt hatten ihn zuerst die Römer in der Antike. Sie benannten Judäa in Palästina um.

Das britische Versprechen, eine Heimstätte für Juden in Palästina zu schaffen, wurde 1922 vom Völkerbund einstimmig bestätigt. 1947 bestätigten die UN, der Nachfolger des Völkerbunds, dies mit 2/3-Mehrheit. Zugesprochen wurden dem neuen Staat die Negev-Wüste, ein schmaler Küstenstreifen nördlich des Gaza-Gebietes und Gebiete am See Genezareth. Jerusalem und Bethlehem sollten unter internationaler Verwaltung stehen, Jaffa bei Tel Aviv eine arabische Enklave im jüdischen Gebiet werden. Die beiden Staaten sollten eine Zoll- und Währungsunion bilden und eine gemeinsame Verwaltung für Infrastruktur (Wasser, Strom, Telekommunikation und Verkehr) bilden.

Die biblischen jüdischen Siedlungsgebiete um Hebron, Bethlehem und Jerusalem auf dem Gebiet, das man heute Westbank nennt, während der jordanischen Besatzung Cisjordanien nannte, gehörten nicht dazu. Das palästinensische Gebiet östlich des Jordans (ebenfalls britisches Mandatsgebiet), wurde zum arabischen Königreich Transjordanien (später: Jordanien). Groß-Britannien gab es dem Emir von Mekka als Dank für seine Loyalität zum Vereinigten Königreich. Es wollte damit verhindern, dass das französisch dominierte Syrien seinen Anspruch auf das Territorium durchsetzte. Kein Palästinenser hat gegen diese Vergabe palästinensischen Bodens protestiert.

60% des den Juden angebotenen Gebietes waren unfruchtbare Wüste. Jerusalem, das über Jahrtausende eine Stadt mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung gewesen war, lag im arabischen Gebiet. Dennoch stimmten die jüdischen Interessenvertreter zu. Die Araber lehnten ab. Sie wollten ein arabisches Palästina und keinen jüdischen Staat.

Für die Anhänger Herzls stand eine Staatsgründung nicht im Vordergrund. Es ging ihnen um Siedlungsgebiete und Selbstverwaltung, angesichts der Pogrome im zaristischen Russland und des wachsenden Antisemitismus in ganz Europa.

Erst die zunehmenden Feindseligkeiten zwischen jüdischen und arabischen Siedlern bestärkten Juden zuletzt darin, einen Staat zu gründen, der die Selbstverteidigung besser gewährleisten könnte.

Wenige Stunden nach Verkündung der Unabhängigkeitserklärung überfielen die arabischen Staaten Transjordanien, Syrien, Libanon, Irak und Ägypten ohne Kriegserklärung den neuen Mini-Staat. Ziel war es, Israel zu beseitigen. Transjordanien holte sich zudem Cisjordanien, die Westbank, und besetzte Jerusalem. Ägypten wollte durch die Teilnahme an dem Krieg einen Machtzuwachs Jordaniens verhindern. Es besetzte das Gaza-Gebiet.

1949 im Waffenstillstandsabkommen blieb Transjordanien als Besatzungsmacht in der Westbank, Jerusalem musste zwischen Jordanien und Israel geteilt werden.

Die arabischen Staaten hatten zu Beginn des Krieges die palästinensischen Araber aufgefordert, ihre Dörfer zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Sie wollten bei ihrer Offensive nicht auf ihre Landsleute Rücksicht nehmen müssen. Es waren nur zum kleinen Teil israelische Soldaten, die Araber vertrieben, es waren die Araber selbst, die für ein Flüchtlingsproblem sorgten, das bis heute anhält.

Eingefügt am 30.5.17: Der israelische Anteil an den Vertreibungen ist umstritten. Es gibt arabische, aber israelkritische jüdische Historiker, die sagen, dass die Vertreibung der Araber 1947 – 49 durch Juden planmäßig betrieben wurde. Es gibt arabische Stimmen, die zugeben, dass die arabischen Angreifer den Bauern zur Flucht rieten:

„Seit 1948 fordern wir die Rückkehr der (paläs­tinensischen) Flüchtlinge, obwohl wir es sind, die sie zur Flucht zwangen ..“ /Khaled al-Asm, ehem. syrischer Premierminister, in seinen Memoiren 1973,

„Unsere Führer sind verantwortlich für die Flucht der Dorfbewohner, weil sie falsche und über­triebene Gerüchte von jüdischen Verbrechen und Greueltaten wie Mord an Frauen und Kindern verbreiteten, um die Araber aufzuhetzen … /Jordanische Tageszeitung AL URDUN, 9.4.1953

Der Generalsekretär der Arabischen Liga bemerkte 1951, dass sein Vorgänger Azzam Pasha „den Arabischen Völkern versicherte, dass die Besetzung von Palästinas und Tel Aviv so einfach sei wie ein Spaziergang …denn es würde ein Leichtes sein, die Juden ins Mittelmeer zu werfen.“ /Arutz Sheva_29.02.2004/

Nach einem Bericht des arabischen Instituts für Palästinensische Studien in Beirut (1969) wurde die Mehrheit der arabischen Flüchtlinge 1948 nicht vertrieben und 68% hätten das Land verlassen, ohne einen israelischen Soldaten gesehen zu haben.

Die palästinensischen Araber wurden nicht in ihren Zufluchtsländern, halbwegs aber in Jordanien, integriert. Sie leben seit 1948 ohne Perspektiven in Flüchtlingslagern oder Stadtteilen in Syrien und im Libanon. In der Folge des Krieges wurden wiederum ca. 600.000 Juden aus den Maghreb- und Nahost-Staaten vertrieben. Israel hat sie aufgenommen.

Die nicht geflüchteten Araber leben als israelische Staatsbürger in Israel. Die wenigsten von ihnen sind bereit, einen demokratischen Rechtsstaat und die zufriedenstellende berufliche und soziale Situation aufzugeben und Einwohner eines Hamas- oder PLO-Staates zu werden.

Jordanien und Ägypten lassen Palästinenser nicht einreisen. Die wohlhabenden Golfstaaten nehmen keine palästinensischen Flüchtlinge auf und engagieren sich auch sozial nicht nennenswert. Als im syrischen Bürgerkrieg palästinensische Wohngebiete bombardiert wurden, gab es von Seiten der Hamas und der PLO keine Reaktion.

Das Offenhalten der Flüchtlingsfrage und die durch die Nachkommenschaft steigende Zahl der Flüchtlinge sind ein beabsichtigtes politisches Druckmittel. 1948 waren es ca. 700.000 Flüchtlinge, heute sind es mehrere Millionen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung spricht von zurzeit 7 Millionen. 450.000 Flüchtlinge wurden 1991 aus Kuwait vertrieben, als der dort lebende palästinensische Bauunternehmer Arafat Partei für Saddam Hussein ergriff, der Kuwait überfallen hatte. Auch Gaddafi vertrieb Zehntausende palästinensischer Gastarbeiter.

Den aus dem Sudetenland nach 1945 vertriebenen Deutschen warf man hierzulande vor, dass sie den Vertriebenenstatus auch noch auf die Kinder der Enkelkinder übertragen würden. Bei arabischen Geflüchteten wird das nicht kritisiert.

Deutschland hat nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen von Flüchtlingen aufgenommen. Millionen wurden zwischen Pakistan und Indien getauscht. Aber in der arabischen Welt gibt es dazu keine Bereitschaft. Überall in den „Bruderländern“ haben Palästinenser mindere Rechte. Auch in Jordanien, wo sie eingebürgert werden können, sind sie unbeliebt, weil sie den Wohnungsmarkt belasten. Nur die in Israel verbliebenen Araber sind gleich berechtigte Staatsbürger.

1882 zählte das Osmanische Reich 141.000 Muslime in Palästina.  Von den 60.000 Einwohnern Jerusalems waren 40.000 Juden. Diese waren bis ca 1880 in der Mehrzahl. Mit Ausnahme der Zeit des Kreuzfahrerstaates im 11. und 12. Jahrhunderts war es immer eine von Juden regierte Stadt.

In der britischen Mandatszeit 1920 bis 1948 gab es keine Begrenzung des arabischen Zuzugs nach Palästina. Für jüdische Einwanderer gab es ab 1936 eine Begrenzung auf 15.000 pro Jahr. Also ausgerechnet in der Zeit der Naziherrschaft in Deutschland und während des Massenmordes an den europäischen Juden.

Die vom Zionismus ab Ende des 19. Jahrhunderts ausgelöste jüdische Einwanderung nach Palästina führte zu einem Aufblühen der Landwirtschaft. Das wiederum zog arabische Siedler an. Eigentlich war Palästina, zwischen dem dicht besiedelten Niltal und den einwohnerstarken Staaten Libanon, Syrien und Irak gelegen, dünn besiedeltes Gebiet.

Jordanien war bis zum zweiten Krieg der Araber gegen Israel 1967 Besatzungsmacht auf der Westbank und in Ost-Jerusalem. In dieser Zeit gab es weder von palästinensischen Arabern noch von der UNO eine Aufforderung an Jordanien, die besetzten Gebiete zu verlassen oder gar den Plan, dort ein arabisches Palästina zu gründen.

Israel besiegte 1967 zum zweiten Mal die Aggressoren und besetzte das ägyptische Gaza, die jordanische Westbank, Ost-Jerusalem sowie die syrischen Golanhöhen. Von dort waren jüdische Siedler vorher beschossen worden. Diesmal flohen ca. 300.000 Araber. Israel war dem Angriff Ägyptens und Syriens zuvorgekommen. Ägyptens Präsident Nasser hatte die Straße von Tiran für israelische Schiffe gesperrt. Die Großmächte zeigten kein Interesse, die Wiederöffnung zu erzwingen. Daraufhin begann Israel, präventiv loszuschlagen.

Jordaniens König hatte, trotz israelischer Zusicherung, dass man ihn in Frieden lasse, wenn er sich aus dem Krieg heraushalte, 1967 wieder mitgemacht. In der Folge verlor er die besetzten Gebiete Westjordanland und Ost-Jerusalem. Der Gazastreifen und die Sinaihalbinsel wurden ebenfalls besetzt.

Israel bot die Rückgabe der eroberten Gebiete im Austausch gegen Frieden an. Die Araber sagten Nein: Nein zum Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung und Nein zu Verhandlungen. Die Araber fordern ein Rückkehrrecht ihrer Landsleute in israelische Gebiete. Israel fordert ein Rückkehrrecht für die aus arabischen Ländern vertriebenen Juden. Beide Seiten lehnen die Rücknahme ab. Israel war bereit gewesen, 100.000 Araber aufzunehmen.

1979 kam es zu einem Friedensvertrag mit Ägypten und 1994 mit Jordanien. Mit Syrien, Irak und Libanon gibt es keine solchen Verträge. 2005 zog sich Israel ohne Vorbedingungen aus Gaza zurück. Das führte dazu, dass von dort seit über 10 Jahren Raketen nach Israel geschossen werden. Die Halbinsel Sinai wurde schon früher geräumt. Dort tummeln sich heute islamistische Terroristen, die mit der Hamas in Gaza gut vernetzt sind. (Nachtrag: Inzwischen ist die erste Rakete vom Sinai auf das israelische Eilat abgeschossen worden. Sie wurde vom israelischen Raketenabwehrsystem zerstört.)

1982 war die Sinai-Halbinsel geräumt worden, 2000 zog sich Israel aus dem Südlibanon zurück. Auf der besetzten Westbank wurden die „A-Gebiete“ ganz, die „B-Gebiete“ teilweise an die palästinensische Autonomiebehörde abgegeben. Insgesamt hat Israel 84% der 1967 und später besetzten Gebiete zurückgegeben.

2000/2001 und 2008 unterbreitete Israel abermals vergeblich Friedensangebote.

Das Ziel der meisten arabischen Staaten und der palästinensischen Führer ist die Auslöschung Israels.

Es ist schwierig, mit Partnern zu verhandeln, die nichts anderes im Sinn haben, als einen umzubringen:

  • Die palästinensische Nationalcharta sagt in Art. 19: Israel bleibt auf ewig illegal
  • Die Charta der Fatah fordert in Art. 12 die Auslöschung der Zionisten
  • Die Hamas-Gründungsurkunde besagt in Art. 13: Die Lösung des Problems ist der Jihad, der Krieg gegen die Juden

Bemerkenswert ist, dass der UN-Sicherheitsrat nach dem Krieg von 1967 erkannte, dass eine Rückgabe der nunmehr besetzten Gebiete Israel auf den Stand von 1949 zurückwerfen würde. Es war inzwischen dreimal von arabischen Armeen überfallen worden.

In der Resolution 242 war daher nicht die Rede von der Rückgabe der besetzten Territorien, sondern nur vorsichtig von Rückgabe besetzter Territorien. Nur in der französischen Übersetzung tauchte das „der“ auf. Nachträglich wurde es auch in die englische Version eingesetzt, obwohl nach historischer Interpretation eben nicht die Rückgabe aller Gebiete gefordert wurde.

(Im Wesentlichen folge ich einem englischen Text des Gatestone-Instituts, unter Verwendung von Michael Brenner, Israel, München 2016, und Wikipedia-Artikeln. Die sind präzise und sachlich, nicht antiisraelisch; abgesehen vom Artikel „Palästinensisches Flüchtlingsproblem“)

Man hört überwiegend, dass die Juden an allem schuld wären und die angeblich illegale Besiedlung der Westbank das Haupthindernis für eine Zweistaatenlösung. Genauere Informationen muss man sich zusammensuchen.

  • Warum steht in meinem Westermann Geschichtsatlas von 1973, dass 1948/49 3,5 Millionen Araber geflohen wären?
  • Warum schreibt Mona Bieling auf Quantara.de, einer Plattform von Deutscher Welle, Goethe-Institut und Bundeszentrale f. pol. Bildung, dass allein Israel die 750.000 Flüchtlinge von 1948/49 zu verantworten hätte?
  • Warum erfährt man nur bei Gatestone, dass Jordanien in seinem besetzten Teil von Jerusalem Juden vertrieben hat, ein Hotel auf einem jüdischen Friedhof baute, Synagogen abgerissen hat und jüdische Grabsteine als Fußböden in Pissoirs verlegte?
  • Warum wurde zwischen 1948 und 1967 auf der Westbank kein palästinensischer Staat gegründet?
  • Warum wird von Israel die Aufgabe der Westbank verlangt, die es nach dem Überfall durch arabische Armeen besetzt hat, aber vorher nicht von Jordanien?
  • Warum höre ich, dass Israel den Grenzübergang nach Gaza sperrt, aber nie, dass der meist geöffnet ist, jedoch der ägyptische immer geschlossen ist?
  • Warum erfahre ich bei den angeblich so verlässlichen ö.r.-Sendern nicht, dass es in Gaza 600 Millionäre gibt, sondern nur, dass es ein „Ghetto mit Meeresblick“ wäre? (Grimme-Preisträgerin Dunja Hayali*)
  • Warum wird bei dem Antisemiten Todenhöfer und PLO-Funktionären im ARD/ZDF-Moma nicht kritisch nachgefragt, wie das bei CNN z. B. üblich ist?
  • Warum lässt die Palästina-Korrespondentin des ZDF, Nicola Albrecht, jegliche Distanz zu den nationalistischen und antiisraelischen palästinensischen TV-Shows vermissen? Sie, die lieber im israelischen Tel Aviv wohnt und arbeitet als im palästinensischen Ramallah, hat auch schon behauptet, dass jüdische Kinder dazu aufgehetzt würden, Palästinenser zu töten. Frau Albrecht berichtete über ein palästinensisches Computerspiel, das sie so beschrieb: „Trennwände  zwischen Tischen in einem Restaurant aufstellen, damit der alleinstehende Mann keinen Blick auf die Ehefrau nebenan werfen kann“. “Originell“ fand das Klaus Kleber.

Unbestritten gibt es israelische Hardliner und Ultrareligiöse, natürlich machen auch israelische Regierungen Fehler. Auch streiten sich Israelis untereinander manchmal erbitterter als Juden und Araber. Die umstrittene Kampagne Breaking the Silence (BtS) publiziert anonyme Berichte über Greueltaten israelischer Soldaten an Arabern. Die Kampagne wird von linken israelischen Aktivist*innen betrieben. Sie arbeitet wenig transparent. Ihre Behauptungen von Greueltaten israelischer Soldaten sind nicht überprüfbar, da alle Angaben anonym sind. Mit Gerichten und der IDF, der Armee, arbeiten sie nicht zusammen. Nachdenklich stimmt auch, dass in Israel, wo nach einem Wort Golda Meirs, jeder glaubt, er wäre Ministerpräsident, alle über alles erbittert streiten, und jeder in der Armee gedient hat, ein Schweigen über Missetaten der Armee gebrochen werden müsste. BtS tourt vor allem durch Universitäten in Europa und USA und ist in den sog. sozialen Medien aktiv. Sie arbeiten eng zusammen mit der palästinensischen BDS-Kampagne – Boycott, Divestment, Sanctions -, die international für den Boykott israelischer Waren (nicht nur von der Westbank! ), für Sanktionen gegen Israel bis hin zur Auslöschung Israels kämpft. In der BDS-Kampagne arbeiten ebenfalls linke israelische Aktivisten mit. Unterstützt werden sie z. B. von Judith Butler, Naomi Klein, John Berger und dem marxistischen Philosophen Slavoj Zizek. Deutsche BDS-Aktivist_innen verhinderten eine Zusammenarbeit der Bosch-Stiftung mit dem Jüdischen Nationalfonds.

Linke israelische Schriftsteller, wie z. B. Assaf Gavron, rechnen mit Vorliebe mit den – in ihren Augen – Mythen aus biblischen Zeiten, Mythen des Existenzkampfes gegen die Vernichtungspläne der Araber, Mythen von der Urbarmachung der Erde ab und werfen ausschließlich ihren Landsleuten vor, gegen Menschenrechte zu verstoßen, Land zu rauben und nicht den Ausgleich mit den Nachbarn zu suchen. Er schrieb einmal in der Zeit: „Ich (beobachte) eine ständige Eskalation. Steine wurden ersetzt durch Gewehre und Selbstmordbomben, nun durch Raketen und Milizen. Für mich lässt sich das leicht erklären – Israel setzte überwiegend Gewalt ein, machte keinen ernsthaften Versuch, ein faires Abkommen zu erzielen.“ Die westlichen Linken und Rechten sehen sich bestätigt: Die Juden sind das Problem im Nahen Osten. Auch das deutsche Feuilleton nimmt Gavron  wohlwollend zur Kenntnis.

Sie sind auch in Israel selbst nicht ohne Erfolg. Mir scheint das ein Zeichen dafür zu sein, wie ratlos man in der israelischen Gesellschaft ist.

Auf die Gefahr hin, dass dieser Text sehr lang wird: Auch bei der FAZ kann man inzwischen nicht mehr blind vertrauen, dass hinter den redaktionellen Computern nur kluge Köpfe sitzen. Der Schriftsteller und studierte Kunsthistoriker Claudius Crönert glaubt nachweisen zu können, dass alle Berufung von Juden auf jüdische Besiedlung Palästinas zu alt- und neutestamentarischen Zeiten ein Mythos, mithin Lüge wäre. Von Stefan Frank in Mena-Watch muss er sich sagen lassen, dass er die Bibel falsch liest, sich zeitlich um ein Jahrtausend irrt, das Westjordanland fälschlich als uraltes Siedlungsgebiet von Palästinensern und Palästinenserinnen sieht und dagegen das jüdische Samaria und Judäa für eine Fiktion hält.

Dass Crönert den Autor Aasssaf Gavron (49 Jahre alt) und zwei ähnlich erzählende Kollegen (40 und 44) zu einer jungen Generation von Schriftstellern zählt, die endlich mit den jüdischen Mythen abrechnen, ist dagegen fast ein harmloses Narrativ. („Schon mal was von Menschenrechten gehört?“, Claudius Crönert, FAZ v. 27.2.17, p13; kostenpflichtig)

Siehe im Blog auch hier und hier!

Ulrich Sahm auf Audiatur Online über die wechselvolle Geschichte des palästinensischen Territoriums und den Hype um die israelischen Siedlungen.

Abbas verlangt Schadensersatz für die Balfour-Deklaration.

In dem folgenden Video wird das, was hier in diesem Text sehr lang geraten ist, kurz und anschaulich dargestellt. Und die Boykottbewegung BDS in die lange Reihe palästinensischer Kreuzzüge zur Auslöschung Israels eingeordnet:

*Roland Tichy: „Mit dem (Grimme-)Preis zeichnet sich die geschlossene Gesellschaft der TV-Macher für die Treue zur Mainstreamlinie der politischen Korrektheit aus. Die mediale Belohnung garantiert, dass man weiter im Zwangsabgaben-finanzierten, kuscheligen Nest der Selbstbeglückungsgeneration bleiben darf.“ Wenn jemand aus den MoMa-Reihen diesen Preis verdient hätte, dann wäre es doch wohl die TV-Journalistin Golineh Atai „für ihre mutige Berichterstattung über die Ukraine und Russland“ gewesen.

Nominiert war für einen Grimme-Preis auch die RTL-Sendung „Dschungel-Camp“. Einen Sonderpreis bekam TV-Humorist Jan Böhmermann. Der Preis wird eigentlich für Qualitätsfernsehen verliehen.

Ein saudischer Journalist wirft arabischen Politikern in Palästina Versagen vor.

Quellen zur Geschichte und Grenzen Israels

Israels historische Grundlagen: von 70 n. Chr. bis 1948

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2 Kommentare zu „Ein paar hilfreiche Details zum Kampf der Araber gegen Israel

    […] Zur Geschichte Palästinas […]

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    […] besetzte Israel diese Gebiete. Jordanien und andere arabische Staaten hatten zum zweiten Mal Israel überfallen und wurden zum zweiten Mal besiegt. Mit gleichem Recht, wie jetzt EU und Araber die Räumung […]

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