Die Welt des Matthias Platzeck

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Es ist eine Filterblase, in der der frühere brandenburgische Ministerpräsident und SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck lebt.

Putin kann machen, was er will, für Platzeck ist Deutschland der böse Nachbar,

  • der Russland nicht in Augenhöhe begegnet
  • nicht das Gespräch sucht
  • Sanktionen aufrecht erhält
  • des Überfalls auf die Sowjetunion nicht gedenkt
  • keinen Neustart der Beziehungen sucht
  • Russland umerziehen will
  • den erhobenen Zeigefinger gen Osten ausstreckt
  • der ein Russlandbild voller Vorurteile und Stereotypen pflege

All das und noch viel mehr (etwa die Stationierung deutscher Soldaten in Litauen = Hitlers Ostfeldzug) bekommen Dresdner zu hören, die ihm stehend Ovationen darbringen. (Siehe den einfühlsamen Text der Sächsischen Zeitung Online v. 19.2.17) Immerhin: Dresden macht einmal nicht wg. Pegida von sich reden. Mit dieser Rede tourt Platzeck seit Jahren durch Vortragssäle und Interviews.

Neben Frau Dr. Wagenknecht und Frau Dr. Petry ist er ein beliebter Interviewpartner des russischen Propagadasenders RT Deutsch. Dort ermahnt er zwar die russischen Freunde zu etwas mehr Kommunikation, aber die wirklich großen Zugeständnisse muss der Westen machen: Die Krim-Annexion solle bei internationalen Gesprächen ausgeklammert werden. Das erhöhe die „Kommunikationsräume“ (Tagesspiegel v. 23.2.17, p. 14).

Platzeck kokettiert damit, dass er in Potsdam seit Kindheitstagen persönlich gute Erfahrungen mit Russen und mit Russland gemacht habe. Auch in den vergangenen 25 Jahren als Politiker. Das lässt man sich doch nicht durch die Krim, den Ukrainekrieg, die Kaukasuskriege und „unser Mädchen Lisa“  kaputt machen.

Platzeck wörtlich: „Ich bekomme noch heute Heimatgefühle, wenn ich den Kraftstoff rieche, mit dem die Russen ihre Fahrzeuge damals bei uns betankten“.

Was lösen Benzindämpfe eigentlich im Kopf aus?

Es gibt Potsdamer, die sich an noch üblere Gerüche erinnern, wenn sie durch Straßen gehen mussten, in denen Russen wohnten.

Platzeck zitiert Christa Wolf. Ich zitiere Bert Brecht:

Das Wiedersehen
Ein Mann, der Herrn K. lange nicht
gesehen hatte, begrüßte ihn mit den
Worten: „Sie haben sich gar nicht
verändert.“ „Oh!“ sagte Herr K. und
erbleichte.
Kritik an Platzeck in der SPD-Zeitung Der Vorwärts Danke an Herrn M. K. für die Info.
Wie der Wutbürger Platzeck tickt, kann man auch schon hier im Neuen Deutschland nachlesen:
Platzeck 2009
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Ein Kommentar zu „Die Welt des Matthias Platzeck

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