Lutz Rackow: 80 Jahre in deutschen Irrgärten

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Lutz Rackow lebte, so sagt er es selbst, im geteilten Berlin „zweigleisig“. Er wohnte immer im Osten. Aber er studierte an der West-Berliner TU, war vor dem Mauerbau europaweit unterwegs und hatte viele Korrespondenzen in den Westen.

Schon die Nazis und 1946 die SED hatten ihn der Schule verwiesen. Er fand eine Anstellung bei der Zeitung der Liberaldemokraten. Die verließ er bald. (Der Chefredakteur war ein MfS-Mann.) Sein Geld verdiente er mit Artikeln für 15 Zeitungen zu Themen wie Haus und Garten, Autoreparatur, Motorsport und Segeln. Die Zeitungen waren an solchen unpolitischen Texten brennend interessiert. Das lasen die Leser gerne, aber die zu Parteisoldaten ausgebildeten hauptamtlichen Journalisten konnten das nicht liefern.

Von diesem Balanceakt zwischen Ost und West, seinen Beobachtungen zur Weiterführung des Stalinismus unter Ulbricht, seine Augenzeugenschaft am 17. Juni und die Vorhersehbarkeit des Mauerbaus (u. a. wurde der Bahnhof Friedrichstraße zum Sackbahnhof umgebaut) schildert er in seinem Buch „Spurensicherung. 80 Jahre in ostdeutschen Irrgärten“.

Auf Youtube erzählt er vom Volksaufstand am 17. Juni 1953.

In der Huffington Post schreibt er über seinen Lebensweg.

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