Gysis „Plädoyer“ im Bahro-Prozess: das Kontrastprogramm zur Aachener Büttenrede

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Dem Wendehals Dr. Gregor Gysi kann man hier nachspüren: Er redet 1978 in seinem „Plädoyer“ im Bahro-Prozess davon, dass das Recht der Angeklagten im Sozialismus immer weiter ausgebaut worden wäre. „Das Recht auf Verteidigung ist ein integraler Bestandteil des sozialistischen Rechtsstaates.“ Dagegen würden in der imperialistischen BRD die Rechte der Angeklagten seit Gründung des Staates immer mehr eingeschränkt werden.

Gysi lobt das Gericht für seine faire, objektive Prozessführung. Die Verhandlung ist nicht öffentlich. Nur ein ADN-Reporter ist dabei. Rechtsanwalt Gysi spielt die übliche Rolle von DDR-Verteidigern: Es muss demokratisch aussehen, hatte Ulbricht schon 1945 gesagt.

Übertreibe ich, wenn ich heraushöre, dass der geschmeidige Rhetor bei gelungenen Formulierungen in sich hineinlächelt?

(Ich danke Herrn U. M., dass er mich auf das Gysi-Plädoyer aufmerksam gemacht hat.)

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