Dr. Gysi in der Aachener Bütt: Willkommenskultur vom Feinsten

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Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie sehr sich die politischen Koordinaten im neuen Deutschland seit 1990 verschoben haben, hier ist er: Dr. Gregor Gysi erhält den Orden wider den tierischen Ernst.

In der Pressemitteilung der Eventlocation Eurogress wird er schon in höchsten Tönen gelobt. Beim Lesen bedauert man, dass dieser begnadete, unterhaltsame Rhetor nicht Bundespräsident geworden ist. Er habe messerscharfen Witz, gewänne Zuhörer durch Vereinfachung komplizierter Themen, brächte Pep in öde Bundestagsdebatten und hätte eine stets klare Haltung. Er hätte weit über das linke Lager hinaus Anerkennung und Bewunderung gefunden.

Wer das 1990 im Freudentaumel über das Ende der DDR vorausgesagt hätte, wäre ausgelacht worden.

Gregor Gysi gehörte zur DDR-Nomenklatura, er durfte ins kapitalistische Ausland reisen (nach Anmeldung, wie er betont). Von der SED Verfolgte waren in der DDR überrascht, wenn er plötzlich als juristischer Beistand auftauchte. Er betont, dass er nie IM gewesen wäre, sondern dem Zentralkomitee, nicht dem MfS berichtet habe. In seiner Doktorarbeit erläutert Dr. Gysi, wie er das sozialistische Strafrecht verschärfen will. Er bat den Jüdischen Weltbund um einen Kredit für die bankrotte, seit ihrer Gründung antizionistische, antiisraelische DDR. Er hat zusammen mir Dr. Bartsch u.a. die Milliarden der SED für die Nachfolgeparteien verschwinden lassen. Er weinte, als die frei gewählte Volkskammer das Ende der DDR beschloss. Das alles zeigt in der Tat seinen Sinn für Humor.

Man wäre schon zufrieden, wenn nur ein Bruchteil der gegenüber Dr. Gysi geübten Willkommenskultur die von der SED Geschädigten erreichen würde, die mit ihren Traumata allein gelassen werden, die bis heute um Rückgabe ihres enteigneten Hofes streiten oder um Gewährung eine Rente.

Spricht auch für sich: Die PNN mokierte sich vor einem Jahr über die Ordensverleihung an Markus Söder von der CSU. Da der eine Obergrenze für Migranten befürwortete, sagten SPD-Politiker die Teilnahme in Aachen ab, Dr. Hofreiter beschimpfte Söder: Widerliche Hetze.

Meine Suche in der PNN zum diesjährigen Aachener Humorfestival von MItte Januar bis heute ergab 0 Treffer.

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