In eigener Sache: Blog-Statistik

Gepostet am Aktualisiert am

Als ich vor etwas mehr als einem halben Jahr meinen Schulbibliotheksweblog „Basedow1764“ abschloss, war mir klar, dass mit „Ampelmännchen und Todesschüsse“, dem DDR-, Kommunismus- und Linkspopulismus-Blog Resonanz und Zahl der Leserinnen und Leser zurückgehen würden.

Basedow1764 hatte 300 bis 400 Abonnenten und regelmäßige Leser. Gar nicht selten gab es Kommentare. Auch außerhalb Deutschlands wurde er beachtet. Die Aufrufe kamen regelmäßig aus einem Dutzend Staaten.

Vom Thema Schulbibliotheken habe ich mich dennoch verabschiedet. Schweren Herzens, aber ich sehe für ein institutionalisiertes, am besten staatliches Schulbibliothekswesen in Deutschland keine Zukunft. (Es hat 30 Jahre gedauert, bis ich das zur Kenntnis genommen habe.) Die EntscheidungsträgerInnen im kultur- und bildungspolitischen Raum können mit dem Ist-Zustand gut leben: In der Bildungspolitik gibt es ständig neue Aufgaben, für die Millionen in die Hand genommen werden müss(t)en: Migrantenintegration, Inklusion, Umstellung der Lehrpläne auf Kompetenzen statt auf Wissen, Erhöhung der Abiturientenzahl, G8/G9 oder umgekehrt, Einheitsabitur, Lehrermangel, Schulleitermangel. Da sind die Verantwortlichen froh, dass wenigstens das Thema Schulbibliothek bei den öffentlichen Bibliotheken geparkt wird. In Sonntagsreden macht es sich noch gut. Die Bibliotheksverbände entdecken das Thema alle paar Jahre und verabschieden eine neue Denkschrift oder ein neues Manifest. Hauptsache, sie haben die Diskurshoheit und das Goethe-Institut fliegt ihnen Schulbibliothekare aus der ganzen Welt ein, die am deutschen (Schulbibliotheks-)Wesen genesen sollen.

Beim Ampelmännchen-Blog war mir klar, dass er noch mehr als der andere für mich eine Notizbuchfunktion hat, eine Art digitales Tagebuch, ein Blog eben.

Immerhin: Vor sechs Monaten waren es (jahrelang) drei Abonnenten gewesen, jetzt sind es dreizehn! Statt 1.000 Aufrufe im Monat sind es jetzt durchschnittlich 1.500.

Das ist mehr, als ich erwartet hatte. Zwingt es mich doch, Rechtschreibung und Verständlichkeit peinlich zu kontrollieren, auf Quellenangaben zu achten, nicht (zu) polemisch zu agieren.

Jeder kann meine Quellen sehen. Ich bin selbst erstaunt, wie im Lauf der Jahre Süddeutsche, Stern, Spiegel und Zeit für mich an Glaubwürdigkeit verloren haben. Die Blogs AchGut, Tichys Einblick, Novo-Argumente, unbesorgt.de, Science Files u. a., die ich inzwischen vorrangig lese, werden von den etablierten linken und linksliberalen Medien zum Teil als neurechts, rechtspopulistisch oder rechtsaußen denunziert. Das macht inzwischen auch die FAZ/FAS. Zeitungsjournalisten fühlen sich wirklich von den liberalen und konservativen Blogs bedroht. Aber anstatt aus ihrer Filterblase auszusteigen, folgen sie dem grün-sozialistischen Mainstream.

Ich stütze mich bewusst nicht auf eindeutig rechtsstehende Medien wie politically inccorrect, jouwatch oder Junge Freiheit. Aber was mache ich, wenn ich nur in der Jungen Freiheit die Fotos finde, auf denen zu sehen ist, wie linksextreme Aktivisten die Massenflucht von Idomeni inszeniert haben und dabei kaltschnäuzig den Tod von Flüchtlingen im reißenden Fluss in Kauf nahmen? Ich verzichte auf einen Beitrag, nur um nicht zum „Pack“ (Minister Gabriel), zum Dunkeldeutschland gezählt zu werden.

Von unbesorgt.de leihe ich mir dieses Zitat aus:

Früher fühlte ich mich als Linker. Dann haben mich Katja Kipping, Jakob Augstein und Julia Schramm davon überzeugt, dass mit meinem Gefühl etwas nicht stimmt. Danke!
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