Die übergeordnete Polizeiarbeit der Spezialkommission des MfS

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Gerne wird der DDR zugute gehalten, dass, wie im Sozialismus laut Theorie üblich, die Kriminalität abnahm. Kriminalität gilt als kapitalistisches Phänomen. Verbrechen wären dem Sozialismus wesensfremd, hieß es.

Dass der Staat selbst kriminell war, zählt natürlich nicht: Die Morde der Staatssicherheit, die Enteignungen aufgrund fadenscheiniger Vorwürfe, die Bedrohung von Bauern, die keine Landarbeiter in LPG werden wollten, der Kunstraub, die Erpressung und Einschüchterung, um IMs zu gewinnen, die Schikanen und die Folter in den Gefängnissen und Jugendwerkhöfen usw.

Da das mit dem Sinken der Kriminalitätsrate nach der Abschaffung des Kapitalismus aber den Erwartungen nicht entsprach, wurde eine Spezialkommission eingerichtet. Sie sollte in die normale Polizeiarbeit eingreifen. Sie gehörte zum MfS.

Die Spezialkommission hatte schnellere Autos und bessere Kriminaltechnik als die Volkspolizei. Sie konnte sich des gesamten Arsenals der MfS-Methoden bedienen.

Ihre Aufgabe war es unter anderem auch, einzugreifen, um Straftaten zu vertuschen und gefasste Täter verschwinden zu lassen. Man wollte die Bevölkerung etwa bei Sexualstraftaten an Kindern oder Serienmorden nicht beunruhigen.

Arte zeigt am 31.1.17, 21.45 Uhr den Dokumentarfilm „Die Spezialkommission“.

Ein Beitrag dazu, wie „rechtsstaatlich“ es in der DDR zuging.

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