Nach rechter Hate-Speech werden jetzt rechte Fake-News bekämpft

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An der Jagd auf Hass-Tiraden in den sozialen Netzwerken haben Journalist*innen nicht unwesentlich Anteil. Sind sie es doch, die ihr Monopol auf Information der Öffentlichkeit zu verlieren drohen. Die bisher unbelangbare „Vierte Gewalt“ im Staat konnte Politiker nach Gutdünken herauf- und herunterschreiben, wie es Kai Dieckmann formulierte. Wenn die Bild-Zeitung es wollte, wurde der Bundestag einberufen.

Nun gibt es im Internet unzählige Plattformen, Blogs und Mikrobloggingdienste, die das Monopol der klassischen Print- und TV-Medien bedrohen. Zeitungen verlieren an Auflage und entlassen Redakteure, legen Redaktionen zusammen. Dank der vielfältigen Informationsmöglichkeiten im Internet emanzipiert sich das Publikum von den bisherigen Gralshüter*innen der politischen Information.

Man kann sich im Internet darüber informieren, welchen Hate-Speech und welche Fake-News Zeitungen und Rundfunkmedien selbst produzieren. Die Zahl der Beschwerden beim Presserat hat sich mehr als verdoppelt. Beim Fernsehen sind Zahlen nur schwer zu bekommen.

Natürlich kann jedermann in den sozialen Medien seine Narrative verbreiten. Die postmodernen Philosophen haben gelehrt, dass es viele, gleich gültige Wahrheiten gibt. Das ist jetzt, dank der technischen Möglichkeiten der Normalfall. Die klassischen Informationsmedien haben dazu beigetragen. Sie treten jeden Tweet breit und werben selbst für Facebook. Jetzt versuchen sie, die Flut einzudämmen. Sie verbünden sich mit den Antifa-Aktivisten rund um die Linkspartei und lassen rechten Hate-Speech suchen, melden und ausmerzen.

Was gejagt wird, geben Linke wie Julia Schramm und Anetta Kahane vor, ausgestattet mit Haushaltsmitteln des Bundes und des Landes Thüringen, medial unterstützt von Zeit, Tagesspiegel, rbb. Es geht nicht gegen linke Hate-Speech, nicht gegen indymedia, gegen linksextreme Parolen wie „Schlagt die Bullen tot!“ und „Scheißdeutschland!“, sondern ausschließlich gegen rechtsalternative Medien.

Jetzt erreicht der Aktionismus eine neue Stufe: Kampf gegen Fake-News auf Facebook.

Das muss man sich alles auf der Zunge zergehen lassen: Journalisten, die sich vor einem Jahr zusammengeschlossen haben, nennen sich präpotent Correctiv und erhalten prompt von Facebook den Auftrag, Fake-News zu erfassen. Zu lesen ist, dass facebook auch bei Bild wegen Unterstützung bei der Suche nach gefakten Nachrichten angefragt hat.

Nun könnte es eine gute Sache sein, Fake-News aufzuspüren. Russlands Regierungsmedien produzieren allein gegen die Ukraine täglich Dutzende Falschmeldungen. Auch unsere klassischen Informationsmedien produzieren welche. Die Gruppe Correctiv e. V. hatte z. B. den Wahlsieg Hillary Clintons verkündet.

Wie soll das gehen? Ein Dutzend junger Journalisten sagen uns, welche Nachricht wahr, welche falsch ist?

Die Chefs des gemeinnützigen Correktiv-Vereins stammen vom Spiegel und der taz. Die Stiftung des Gründers der zur Funke-Mediengruppe gehörenden Westdeutschen Allgemeinen stiftet dem nach eigenen Angeben unabhängigen Correctiv e. V. fast 1,5 Mio €. Es stiften auch die Zeit, Der Spiegel, die Deutsche Bank u. a. Sitz von Correctiv ist Essen. Dort sitzen auch die Funke-Mediengruppe und die WAZ. Im Ethikrat von Correctiv sitzt Bodo Hombach, früher SPD-Minister in NRW, jetzt stv. Vorsitzender der Stiftung, die 1.5 Mio € überwiesen hat.

(Wo erfahre ich das? Nicht beim Recherchenetzwerk von WDR, NDR und SZ, nicht vom Spiegel, nicht bei MoMa und nicht in der Tagesschau. Sondern bei RT Deutsch! Muss ich die jetzt öfters gucken?)

Erinnert sich noch jemand daran? In Schulen wurden einmal die Fake-News der Bild-Zeitung analysiert. Günter Wallraff konnte zwei Bücher mit den Lügen der Bild füllen. Linke Studenten riefen „Lügenpresse“ und meinten vor allem Bild.

Immer wieder erfahren wir von gefakten Interviews in Zeitungen und Illustrierten. Gab es nicht die angeblichen Hitler-Tagebücher auf die die Illustrierte Stern hereinfiel?

Worum aber geht es jetzt? Um auf Facebook veröffentlichte rechte Fake-News.

Was ich in unseren klassischen Mainstream-Informationsmedien vermisse:

  • Es gibt keine sachliche Debatte der derzeitigen Einwanderungskrise. Wer es wagt, ist Ausländerfeind.
  • Es gibt keine sachliche Islamkritik. Wer es wagt, gilt als islamophob.
  • Es gibt keine kritische Auseinandersetzung mit der Gender-Ideologie und ihrer behaupteten Wissenschaftlichkeit. Wer das wagt, erhält Auftrittsverbot in Universitäten oder wird zensiert, auf jeden Fall ist er rechtsextrem. Darauf wird auch von der Bundeszentrale für politische Bildung hingewiesen.
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