Die Narrative des Dr. Holm

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Nun ist Herr Holm seinen Staatssekretärsposten wieder los und allem Anschein nach auch seine unbefristete Stelle an der Humboldt-Universität.

Nun wird er vielleicht einen Beratervertrag von der sozialistischen Fraktion des Abgeordnetenhauses bekommen oder einen Werkvertrag der Bausenatorin.

Der Umgang Andrej Holms mit seiner Biografie ist wenig vertrauenserweckend. Angeblich stammt er aus einem Elternhaus, das liberal gewesen wäre: Es gab Westfernsehen, Stasi-Vater hielt seine schützende Hand über einen Schriftsteller, den er von Amts wegen überwachen musste. Andrej hatte eine Punkfrisur und ging zu ebensolchen Konzerten.

Dass er bei der Stasi viermal so viel erhielt wie Wehrpflichtige der NVA fiel ihm nicht auf: 675 statt 150 MDN.

Dass er in den Formularen der Humboldt-Universität das Innenministerium als Dienstherrn angab, lag nach seiner Erinnerung daran, dass er von denen einen Ausweis besaß. Das war so üblich als Legende für Stasioffiziere. Das wussten in der DDR nicht wenige, nur Herrn Dr. Holm blieb das scheinbar verborgen.

Vorhersehbar ist die Reaktion der Medien. Die taz treibt einen Berliner Strafrechtler, Johannes Eisenberg, auf, der behauptet, Holm hätte 16 Jahre nach der sog. Wende das Recht gehabt, seinen Dienstherrn bei der Einstellung zu belügen. Die Uni hätte ihn nicht nach Details aus seinem Lebenslauf befragen dürfen.

Zeit Online führt ein Interview, in dem er das Narrativ von seinem liberalen Elternhaus verkünden darf. Überwiegend interessieren sich die Journalisten aber für den „Politikwechsel“, den er im Berliner Wohnungsbau herbeiführen will. Natürlich wären es die Interessengruppen, die seine Entlassung betrieben, die den Politikwechsel fürchten, den er herbeigeführt hätte.

Habe ich etwas vergessen? Ja, er hat sich letzthin bei den Opfern der SED entschuldigt. Aber er selbst habe niemandem geschadet.

Respekt vor rbb und Tagesspiegel, die dieses Mal ausführlich und sachlich berichtet haben. (Mit Ausnahme der TS-Gender-Fachfrau Andrea Dernbach, die nur „Knatsch“ zu erkennen vermochte. (Sie erkannte auch schon, dass das Oktoberfest an Vergewaltigungen der Silvesternacht 2015 nicht nachsteht.)

Ein ätzender, aber zutreffender Kommentar von Don Alphonso zu wohnungsbaufachmann Holm und seinen Antifa-Genossen.

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