Zeitzeugenportal Brandenburg

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Ulrike Poppe, die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAKD), stellte heute das Webportal www.zeitzeugen.brandenburg.de vor. Es geht um „Erfahrungsberichte über politisches Unrecht und Widerstand von 1945 bis 1989.

Finanziert wurde das Projekt aus dem „Mauerfonds“ des Bundes für soziale und kulturelle Projekte. In ihn fließen Mittel aus dem Verkauf von Berliner Mauer- und Grenzgrundstücken.

Fast fünfzig Zeitzeugeninterviews sind abspielbar. Dazu gibt es die Biografien. Ein umfangreiches Glossar hilft bei der Erschließung. Vier Schwerpunktthemen sind kurz erläutert, ihnen sind Zeitzeugen zugeordnet: Sowjetische Speziallager, Volksaufstand, Mauerbau, Spezialheime der Jugendhilfe. In den Interviews kann auch frei nach Namen, Orten, Stichwörtern gesucht werden.

Das Portal soll erweitert werden.

Ich kann nicht viele Schicksale einfach so hintereinander lesen.

In Brandenburg sind die von der SED-Verfolgten als Zeitzeugen umstritten. Professoren der Universität Potsdam behaupten eine Überwältigung von Schülern, wenn sie mit den Erzählungen der SED-Opfer konfrontiert werden. Ein anderer Potsdamer Historiker sieht eine Überbetonung der Repression beim Thema „DDR“ im Schulunterricht.

Umso bemerkenswerter, dass es dieses Portal jetzt gibt. Es war wohl auch eine richtige Entscheidung die LKAD dem Landtag zuzuordnen und nicht der Staatskanzlei oder einem Ministerium.

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Ein Kommentar zu „Zeitzeugenportal Brandenburg

    […] über Zeitzeugenportal Brandenburg — Ampelmaennchen und Todesschuesse […]

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