Aufarbeitung der Geschichte der Treuhand gewinnt an Fahrt

Gepostet am Aktualisiert am

Eine umfassende Aufarbeitung der Treuhand-Geschichte hat begonnen. Ca. 60 Aktenkilometer im Bundesarchiv werden gesichtet.

Um die Treuhand rankt sich die Erzählung, dass sie die Hauptschuld am Untergang der DDR träfe. Sie hätte blühende Unternehmen gnadenlos ausgeweidet, an raffgierige westdeutsche Kapitalisten verschleudert und Millionen Menschen arbeitslos gemacht. Daher ist es zu begrüßen, wenn hierzu mehr geforscht wird.

Das Bundesfinanzministerium hat das Projekt an das Institut für Zeitgeschichte vergeben, mit dem es schon länger zusammenarbeitet. Näheres dazu wurde nicht öffentlich.

Der Professor für Zeitgeschichte Constantin Goschler hat aber Bedenken gegen die unterlassene Ausschreibung des Mammut-Forschungsprojekts. Er sieht in der Vergabe von Forschungsaufträgen durch Ministerien und Behörden und die fehlende Offenlegung der Vereinbarungen ein Tor zur parteipolitischen Einflussnahme auf das jeweilige Forschungsvorhaben. Erinnert wird an die umstrittene Untersuchung, die Joschka Fischer über das Auswärtige Amt in Auftrag gab. (FAZ v. 2.1.17, p 14)

Beiträge zu Treuhandanstalt in „Ampelmännchen und Todesschüsse“

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