Neue Gender-Studie in Meck-Pom

Gepostet am Aktualisiert am

Der FAZ-Korrespndent für den deutschen Norden, Frank Pergande, gehört zu meinen Lieblingsjournalisten. (Krimis schreibt er auch.) Er schildert höchst aufschlussreich die politische Situation in Mecklenburg-Vorpommern.

Jetzt stellt er am 28.12.16, p. 7, eine Studie zu Homosexuellen in Vorpommern vor. Er macht das so, wie ich es mir in den TV-Nachrichten wünschen würde, wenn es dort heißt: „Eine neue Studie besagt, dass…“ und dann die Pressemitteilung des jeweiligen Befragungsinstituts verlesen wird.

Bei Pergande erfährt man über die neue Studie:

Sie wurde vom Bundesfrauenministerium finanziert. Träger ist ein Verein „Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern“. Der Verein war zuvor in Ludwigslust regional feministisch tätig und „aus geschlechterreflektierender Perspekive“ für demokratische Teilhabe und gegen Rechtsextremismus  aktiv. Finanziert wurde er von der Antonio-Amadeu-Stiftung, die wiederum von zwei Bundesministerien finanziert wird.

Auch über die Methode informiert Frank Pergande: Es wurden an zwei Schulen Gruppen- und Einzelinterviews durchgeführt.

Zudem gab es einen Exkurs zur Situation „queerer Geflüchteter“. Das Ergebnis der Studie, die von den Verfasser*innen als wissenschaftlich angesehen werde: „Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern.“ Der Alltag im Land sei durch und durch heterosexuell angelegt. In den Schulen würde kaum über LGBT-Menschen gesprochen. Homophobie, Rassismus und Rechtsextremismus werden zusammen gesehen.

Aus den Erkenntnissen ihrer Studie leiten die Verfasser*innen Forderungen ab: Der noch von der Landesfrauenministerin Schwesig auf den Weg gebrachte Landesaktionsplan für Gleichberechtigung und Akzeptanz sexueller Vielfalt gehe nicht weit genug. Man brauche eine eigene Haushaltsstelle und ein professionelles Beratungsnetz sowie Aufnahme der LGBT-Anliegen in die Lehrpläne.

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