Postfaktisch: Wie Antifa und Medien kooperieren

Gepostet am Aktualisiert am

Don Alphonso, Blogger auf faz.net, hat am Beispiel Bautzen zusammengestellt, warum er der Berichterstattung in der Zeit, der taz, im Tagesspiegel, der Süddeutschen usw. nicht recht traut:

„… da reicht ein einziger Zeuge oder auch nur ein Verdacht, das wird dann auch von Medien aufgegriffen, sobald es bei den Trending Topics bei Twitter ist. Und weil das deckungsgleich mit dem klassischen Antifa-arme-Opfer-böser-Staat-Polizei-und-Nazis-unter-einer-Decke-Narrativ ist, bin ich da so vorsichtig wie bei den Bildern aus dem Gazastreifen oder Syrien oder der Taz, wo man genau weiss, dass weinende Kinder und verzweifelte Mütter immer gehen. Ist das Weltbild erst einmal stimmig, sind die Rollen verteilt, muss man nur noch die passenden Beispiele liefern. Der asylfreundliche/nazifeindliche Netzmob unterscheidet sich bei seinen Reflexen grundsätzlich nicht von Mobs, die Hillary Clinton im Gefängnis werfen wollen, oder von jenen, denen Ulfkotte oder Elsässer als Künder der Wahrheiten gelten.“

Don Alphonso stellt sachlich und nüchtern Fragen und zeigt auf, dass man nicht alles glauben soll, was in der Zeitung steht.

Wann bekommt Don Alphonso einen Grimme-Preis?

Es geht gleich weiter: Er kommentiert die Statistik eines „Mediendienstes Integration“.

Der behauptet, nach Umrechnung der absoluten Geflüchtetenzahl auf die Zahl pro Einwohner, dass Ungarn die meisten Flüchtenden aufgenommen hätte. Ungarn? Das stimmt insofern, dass Ungarn von seinen Flüchtlingen EU-konform Asylanträge verlangte. Dann aber zogen die Geflüchteten über die Grenze und warfen die Papiere weg.

Von 42.000 Flüchtlingen des Jahres 2014 halten sich noch ca. 500 in Ungarn auf. 2015 stellten 177.000 in Ungarn einen Antrag und wieder leerten sich Lager, mit staatlicher Nachhilfe, schnell.

Die Statistikexpert*innen des Mediendienstes Integration errechnen, dass auf jeden Ungarn und natürlich jede Ungarin rein rechnerisch 17,7 Geflüchtete kommen. Die Deutschen landen weit abgeschlagen im Mittelfeld der Länder: 9 pro Einwohner/-in.

Natürlich übernehmen Schreiber*innen von Zeit Online, des Spiegels, der SZ und die Kahane-Stiftung die Statistik des Mediendienstes. Der Verfasser der Meldung schreibt selbst für die Zeit.

Der Mediendienst wird von der Bundesregierung finanziell unterstützt, in einem „Fachbeirat“ unterstützen ihn Journalisten und weitere Experten. Darin sitzt auch Dunja Hayali, die auch schon mal mit einer Landkarte der Hamas über Israel informiert. Frau Hayali ist Preisträgerin „Goldene Kamera für Beste Information“.

Das hatte ich schon meinen Schülern beigebracht: Erst mal fragen: Was ist ein Mediendienst Integration? Welches Interesse hat der? Wer steckt dahinter? Woher kommt das Geld?

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