Wissenschaftsredakteur des Tagesspiegels kritisiert Genderismus

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Es ist ein geschickter Schachzug, Kritik am Genderismus als rechtspopulistisch, rechtsextrem usw. zu denunzieren. Hervorgetan als Sympathisant des Genderismus hat sich der Berliner Tagesspiegel. Er brachte gleich eine Serie von genderistischen Texten. Überdies „kontextualisierten“ seine Journalistinnen die sexistischen Übergriffe in deutschen Städten in der Silvesternacht als nicht untypisches Vorkommnis deutscher „Rape Culture“.

Natürlich konnte auch das genderkritische Buch eines Naturwissenschaftler nicht anders als polemisch in der Zeitung besprochen werden. (Das gelang allerdings auch einer FAZ-Journalistin.)

Mehr als ein halbes Jahr danach hat das Blatt auf die Meinungsseite 6 einen Kommentar seines Wissenschaftsredakteurs Hartmut Wewetzer gestellt. Der rettet die journalistische Ehre der Zeitung. Er benennt die ideologischen Prämissen dieser sozialwissenschaftlichen Disziplin: Die Vernachlässigung naturwissenschaftlichen Wissens über Geschlecht, die Leugnung oder Bagatellisierung biologischer Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die Überbewertung oder gar Alleinstellung der sozialen Folgen des biologischen Geschlechts. Wer anders als die GenderistInnen denke, wäre Ideologe und festige die Männerherrschaft über Frauen.

Kompliment, dass der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalist Wewetzer endlich reagierte. Und dass der Tagesspiegel, den ich schon im Verdacht hatte, Leitmedium für Genderx zu sein, den Kommentar veröffentlicht.

Update: Natürlich muss auch das hauptstädtische Leitmedium Tagesspiegel seiner  Informationspflicht genügen und sein Publikum über neuerere Genderliteratur informieren. Anna-Lena Scholz hat die Aufgabe übernommen und rezensiert am 22.11., p 24, das neueste Buch der Top-Genderistin und Israelhasserin Judith Butler.

Ich las einmal eine Rezension über ein Butler-Buch, in dem der/ die Verfassende zugab, sie habe Butler nicht verstanden. Das hat mir imponiert, geht es mir doch ähnlich.

Frau Scholz scheint Frau Proffx Butlers Buch ein Stück weit verstanden zu haben. Und ich atme erleichtert auf: Sie sieht das Buch kritisch!

Kein Wunder, denn Butler verwendet ständig Begriffe, die für einen Nicht-Genderisten unbekanntes Gelände sind: Performanz, Intersektionalität, Prekariat, queer (Eigentlich ist alles queer. Im Englischen bedeutet „queer“ seltsam, eigenartig oder wunderlich.).

Man kommt Profix Butler näher, wenn man begreift, dass für sie Wirklichkeit allein durch Sprache geschaffen und definiert wird. „An sich“ gibt es keine Wirklichkeit, weder Medizin, noch Naturwissenschaft, noch Aids, noch Körper. Erst der Diskurs erschaffe den Körper, außerhalb des Diskurses existiert er nicht.

Dann wird auch klar, warum das Kampfgebiet der Genderismus die Sprache ist: Man muss bloß die Sprache verändern, dann erschafft man eine neue Wirklichkeit: Also: Nicht Flüchtling sodern Flüchtende, nicht Professor und Professorin, sondern Profix, kein weißer, heterosexueller Mainstream, sondern alle sind queer. Das ist wohl auch mit Performanz gemeint: Das, was ich sage, geschieht auch im Moment des Sagens.

Dies alles und was es mit dem Zusammenhang von Israelhass und Homophobie bei Butler und anderen Genderisten auf sich hat, kann man hier nachlesen.

 

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