Erneut ein sozialistischer Kultursenator in Berlin?

Gepostet am Aktualisiert am

Hubertus Knabe, Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, erinnert sich noch gut an den Linkspartei-Kultursenator Thomas Flierl. Flierl hatte eine Ehrung von SED-Professoren geplant, die wegen mangelnder Eignung entlassen worden waren. Auf einer Veranstaltung in Hohenschönhausen traten ehemalige MfS-Kader sehr aggressiv auf. Flierl behauptete wahrheitswidrig, er wäre ihnen entgegengetreten. Im Gegenteil, er bezeichnete sie als Zeitzeugen.

Mehrmals griff der Regierende Bürgermeister in Flierls Personalpolitik ein. Flierl sah das Erbe der DDR im Deutschen Theater nicht ausreichend gepflegt.  Allerdings legte er drei schwach besuchte Theater zum HAU, Hebbel am Ufer, zusammen. Es erhält mittlerweile fünf Millionen € Förderung aus verschiedenen Töpfen, ist aber weiterhin das am schwächsten besuchte Berliner Theater. Aber es ist für sein dezidiert linkes Programm bekannt.

Unter Kultursenator Flierl ging der Kulturhaushalt zurück. In den Folgejahren, in denen das Kulturressort bei den Regierenden Wowereit und Müller lag, stieg es dagegen.

Da der Berliner Linkspartei-Vorsitzende Klaus Lederer sich kürzlich im Tagesspiegel zur Kulturpolitik der zukünftigen rot-rot-grünen Landesregierung geäußert hatte, vermutet Knabe, dass er er sich als Kultursenator empfiehlt. Knabe hat gelernt, dass die Linkspartei sich für die Gedenkstättenarbeit nicht interessiert. Unter Flierl bekam er 500.000 € Landeszuschuss, jetzt bekommt er 1,2 Mio.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s