Auch in Frankreich wird gegendert. Und wie!

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Wer nicht einverstanden ist mit genderistischen Behauptungen, etwa dass das Geschlecht frei wählbar wäre und die Heteronormativität der Gesellschaft abgeschafft werden müsse, da es weit mehr als zwei Geschlechter gäbe, gilt hierzulande als rechts. So kann man das u. a. bei der Bundeszentrale für politische Bildung lesen.

In Frankreich scheint ist die Auseinandersetzung noch heftiger. Dort gab es einige Jahre lang das Schulbuch „ABC der Gleichheit“, in dem nach Meinung von Gegnern Ehe und Familie entwertet wurden. Es musste zurückgezogen werden. Ebenso erging es einem Biologiebuch, in dem es ein Kapitel „Mann oder Frau werden“ gibt.

Die Bildungsministerin Vallaud-Belkacem hatte in ihrer Zeit als Frauenministerin dafür plädiert, Gender Studies in Frankreich zu etablieren. Jetzt, nach der Kritik des Papstes an der französischen Ehe für alle, sagt sie, die Gender-Theorie gäbe es gar nicht.

Sie machte kürzlich von sich reden, als sie die bilingualen Klassen abschaffen wollten, weil diese die Ungleichheit förderten. (Sie residiert übrigens in einem Pariser Stadtschloss.)

Verschärfend kommt in Frankreich hinzu, dass Präsident Hollande steuerliche Vergünstigungen für Familien gestrichen hat und die künstliche Befruchtung in lesbischen Ehen erlaubt. Sozialisten reden ganz offen davon, dass mit dem Gender Mainstreaming ein Zivilisationswandel eintreten würde. Dazu passt aus Sicht christlicher Franzosen, dass die Hollande-Regierung im Unterricht das christliche Mittelalter zum Wahlpflichthtema heruntergestuft hat, den Islam dagegen zum Pflichtthema gemacht hat.

Anders als in Deutschland wird der Genderismus nicht als Thema der Rechten gesehen. Es ist eine Allianz von katholischen und islamischen Eltern, die gegen die Homosexuellen-Ehe ist, zum Teil die Entwertung der traditionellen Familie und Ehe beklagt. Als neuer Faschismus wird das anders als in Deutschland aber nicht gesehen.

(nach FAZ v. 5.10.16, p 3; „Seid fruchtbar und mehret Euch“ von Michaela Weigel)

Gespannt bin ich schon, wie die Umsetzung der neuen Sexualkunde-Lehrpläne, die jetzt nach und nach in den Bundesländern eingeführt werden, in Schulen mit überwiegend evangelikaler, katholischer oder muslimischer Klientel ankommen werden. Sie propagieren ja sexuelle Vielfalt anstatt der heteronormativen traditionellen Kleinfamilie und befassen sich ab der Mittelstufe mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen. (Die Aufnahme der Pädophilie als Element sexueller Vielfalt stand zwar bei einigen Grünen-Verbänden im Programm, hat sich aber bisher nicht durchgesetzt.)

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