Zwischenlandung in Gander

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Für die Urlaubsflüge der besser verdienenden und gründlich stasiüberprüften Ostdeutschen ins sozialistische Kuba ab 1976 war ein Zwischenstopp im kanadischen Gander/Neufundland notwendig. (An Bord waren auch Kubaner, Finne oder Devisen bringende Westberliner.) Die IL 62 mussten aufgetankt werden und dafür müssen aus Sicherheitsgründen alle Passagiere den Flieger verlassen. Beim Boarden für den Weiterflug schaffte es dann der eine oder andere nicht, rechtzeitig an Bord zu sein, trotz der allgegenwärtigen Stasi-Aufpasser. Nicht nur Ostdeutsche, auch kubanische Studenten nutzten Gander  zur Flucht. Die kanadische Flughafenpolizei war gegenüber Asylsuchenden entgegenkommend. 1989, kurz vor dem Untergang der DDR, verfügte die DDR-Interflug über zwei Airbusse A310, die Nonstop von Schönefeld nach Kuba fliegen konnten. (Danke an die Experten vom DDR-Luftfahrtforum; dort sind viele (technische)Details zu Interkontinentalflügen der DDR-Fluglinie zu finden.)

IM-Bericht zu einer Kubareise

mdr-Info zu einer flotten, weltläufigen DDR-TV-Serie zur Interflug

Sorry, aber der nostalgische Rückblick auf die Super-Constellation der westdeutschen Lufthansa an dieser Stelle muss erlaubt sein.

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