Venezuelas sozialistische Katastrophe

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Das Gatestone-Institut (in Englisch) zitiert aus mehreren Untersuchungen und gibt so einen erschreckenden Überblick über die wirtschaftliche und soziale Katastrophe, die die sozialistischen Präsidenten Chavez und Maduro herbeigeführt haben. Außer für ihre eigenen Familien und die einiger politischer und militärischer Kader hat die „bolivarische Revolution“ nichts gebracht.

Zu Zeiten von Öl-Höchstpreisen kostete das Benzin 2 Ct., die Armen konnten kostenlos wohnen, Unternehmer wurden gezwungen, ihre Waren unter Selbstkostenpreis zu verkaufen. Die verstaatliche Erdölindustrie hat kein Geld, um in Erhalt und Erneuerung der Förderanlagen zu investieren. Für Schwankungen auf dem Ölmarkt traf die sozialistische Regierung keine Vorsorge.

Kann mir jemand ein Interview oder eine Talkshow nennen, in der Frau Dr. Sahra Wagenknecht zu ihrem Lob für Venezuelas Weg in den Untergang eine kritische Rückfrage gestellt wurde?

Aber sie ist nicht allein: Im März 2013 schrieben die beiden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger zum Tod des venezolanischen Präsidenten Chavez: „Mit Hugo Chavez verlieren Venezuela, Lateinamerika und die Linke in aller Welt einen unerschrockenen Verfechter für eine neue, gerechtere Welt.“

Update 3/2017: Die neueste Nachricht aus dem Sehnsuchtsland der Linkspartei: Der oberste Gerichtshof hatte die Nationalversammlung entmachtet. In zivilisierten Staaten bezeichnet man dies als Staatsstreich. Nachdem die weltweite Empörung darüber unüberhörbar war, rudert Machthaber Maduro zurück. Das oberste Gericht hat seine Entscheidung überdacht und teilweise rückgängig gemacht.

Immerhin berichtet mein Lieblingsorgan Tagesspiegel darüber. Ein vorhergehender Artikel einer recherchefaulen Mitarbeiterin erwähnt die sei 18 Jahren bestehende sozialisitische Misswirtschaft nicht, sondern erklärt die wirtschaftliche Katastrophe des Landes mit dem Verfall des Ölpreises und dem Schmuggel von Benzin nach Brasilien.

Nachtrag 27.5.17: Regimetreuer Musiker kritisiert die Regierung

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2 Kommentare zu „Venezuelas sozialistische Katastrophe

    […] wird vorgestellt. Die seltsam verkürzte Berichterstattung über Venezuela habe ich schon im Blog erwähnt. Der Moderatorin gelingt es im Interview des Autors, von Wirtschaftskrise zu reden, ohne den […]

    […] Andrej Holm musste seinen „gefestigten Klassenstandpunkt“ auch nach der „Wende“ nicht aufgeben: Er besetzte Häuser, die Kapitalisten gehörten, er schlägt runde Tische zwischen Hausbesetzern und dem Senat vor, ist begeistert vom sozialistischen Venezuela. […]

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