Die DDR lebt: rbb als publizistischer Partner der Kahane-Stiftung

Gepostet am Aktualisiert am

Mein Schreiben an die rbb-Brandenburg-aktuell-Redaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte nie gedacht, dass ich einmal die Nachrichten des rbb auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen müsste. Ich hatte mich bisher immer darauf verlassen, dass ich objektiv unterrichtet würde.

Am 4.8.16 haben Sie in der rbb-aktuell-Sendung von 19.30 Uhr eine Pressemitteilung der Amadeu-Antonio-Stiftung verlesen. Darin beklagt sich Frau Kahane, dass sie unter rechter Hetze leiden würde. Das wurde kommentarlos verlesen.

Ich hätte mir gewünscht, dass Sie auch erwähnt hätten, dass

  • sich inzwischen eine Staatsanwaltschaft mit dem Geschäftsgebaren der gemeinnützigen, steuerbefreiten Stiftung Kahanes beschäftigt
  • die Broschüre der Kahane-Stiftung, die dazu einlädt, rechte Hetze im Internet anzuzeigen, ein fragwürdiges Pamphlet ist
  • Frau Kahane in der DDR schon bestens vernetzt war und im MfS Karriere machte
  • ihre Stasi-Akte zur Hälfte der Geheimhaltung unterliegt
  • das Argument Kahanes, sie habe als IM in acht Jahren Tätigkeit niemandem geschadet, bisher in anderen Fällen nicht als Persilschein galt.

Wie es in der DDR und allen anderen kommunistischen Staaten üblich war, so praktiziert es Frau Kahane heute noch: Wer nicht für uns ist, ist Rechtsabweichler, Rechter, Nazi.

Christoph Hein sagte einmal, gemünzt auf DDR-Narrative: „Weglassen ist eine einfache Form der Lüge.“

Da der rbb publizistischer Partner der Kahane-Stiftung ist, kann man wohl keine kritische Berichterstattung in seinenSendungen erwarten.  

Mit freundlichen Grüßen

Update: Der Redaktionsleiter von rbb-aktuell hat mir ausführlich geantwortet. U. a. bestreitet er, dass der rbb der publizistische Partner der Kahane-Stiftung wäre.

Dann irritiert mich aber, dass die Stiftung ihr Stiftungsratsmitglied Petra Lidschreiber so vorstellt: „(Sie) leitet die Redaktion Mittel- und Osteuropa beim RBB. Davor war sie Chefredakteurin beim RBB, moderierte das Politmagazin „Kontraste“ und weitere Sendungen der ARD und des RBB und war als langjährige ARD-Korrespondentin in New York und Bonn tätig.“ (http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wir-ueber-uns/gremien/; zuletzt angesehen: 11.8.16)

Die rbb-Redakteurin Lidschreiber ist nicht nur im Stiftungsbeirat der Kahane-Stiftung, sondern auch im Beirat der Weinheimer Freudenberg-Stiftung, die ebenfalls Frau Kahanes Kampf gegen Rechts unterstützt. Im Kuratorium der Freudenberg-Stiftung sitzt auch rbb-Redakteurin und Kahane-Beirätin Petra Lidschreiber. Mit der Freudenberg-Stiftung verbunden ist die Bosch-Stiftung. Auch die unterstützt die Kahane-Stiftung finanziell.

Frau Elisabeth Bosch, die Enkelin von Firmengründer Robert Bosch, ist auch Mitglied des Investment Komitees der GLS Gemeinschaftsbank in Bochum. Bei dieser Bank hat die Amadeu-Antonio-Stiftung ihre Konten. Und natürlich hat diese GLS Bank auch eine Stiftung – die GLS Bank Stiftung. Verwaltet wird die GLS Bank Stiftung von der GLS Treuhand.  Einer der Zuwendungsempfänger der GLS Treuhand ist die Amadeu Antonio Stiftung. (Siehe Link!)

Dass von den Kunstschaffenden einige Kahane unterstützen, wie etwa Peter Maffay, Hardy Krüger oder Mario Adorf, sei denen nachgesehen. Wahrscheinlich wissen die gar nicht, was ihre Kommunikatiosnberater*innen alles unternehmen, um ihre Arbeitgeber im Gespräch zu halten..

Und eine Anmerkung: Ich finde es gut, dass man sich beim rbb bei der Beantwortung Schreiben der Zuschauer – die ja mit ihren Gebühren die Programme finanzieren – Mühe gibt.

Auch die Zeit (Mathias Meisner) und vor allem die Illustrierte stern unterstützen die KahaneStiftung und übernehmen z. B. ungeprüft Kahanes (falsche) Statistiken zu rechtsxtremen Brandstiftungen.

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