Bert Brecht hat die DDR stabilisiert

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Haben Bert Brecht und seine Epigonen eine Mitschuld an der langen Existenz der SED-Diktatur? Das fragt sich Uwe Kolbe in seinem Buch. (Rezension)

Schön, dass das in der angeblich überforschten DDR einmal thematisiert wird. Brecht, so großartig er als Autor sein mag, war kein Kommunist, allenfalls Salon-Kommunist. Er genoß die Privilegien, die ihm die SED bot. Hätte er sich im Westen ein hübsches Häuschen am See unter den Nagel reißen können? (Ein angeblicher Kommunist schwatzt dem SED-Bürgermeister ein Ferienhaus für Arbeiter ab.)

Wenn Kolbe ihm wegen seiner Loyalität zur SED eine Mitschuld an der Stabilität der DDR zuspricht, dann gilt das auch für Christa Wolf, die ihr bis zuletzt die Stange hielt und mitten im Untergang ihres geliebten Staates um einen zweiten Versuch bat.

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