Schimanski 1990: „Unter Brüdern“

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Götz George ist gestorben. Um ihn zu ehren, sendet die ARD die ganze Nacht seine Filme. Mehr als die Prime Time schaffe ich leider nicht. Und da lief eine Kombination von Polizeiruf 110 (DDR) und Tatort (ARD). Es war eine herrliche Satire. 1990 wurde noch unbefangen mit allen Klischees der Vereinigung gespielt. Von SBZ war die Rede. Sächsisch sprechende Prostituierte sollten die beiden westdeutschen Fahnder Tanner und Schimanski becircen. Die waren undercover als Kunsthändler eingereist, die sich für DDR-Raubkunst interessierten, die von Stasi-Seilschaften verhökert wurde. Sie leben in Honeckers Prachthotel in Saus und Braus, dank eines Spesenkontos der Volkspolizei. Mit deren Hauptmann, ähh, Hauptkommissar, feiern sie bei der Ordensverleihung Brüderschaft. Die „Damen“ stürzen sich erst einmal auf das in der Suite aufgebaute Büffet.

Ein solcher Film wäre heute nicht mehr denkbar.

Der Filmkritiker des Berliner Tagesspiegel urteilt auch hart: Schimanski, eine „Figur von gestern“. Vor allem die Musik! Die stamme aus Dunkeldeutschland, musikalisch gesehen, aus dem tiefen, dunklen Westen. Was immer auch damit gemeint sein mag. Songs aus den 70ern für die Schimanski-Filme der 80er, und wenn sie doch einmal aus den 80ern stammten, von Bonnie Tyler und Klaus Lage, ist es auch nicht recht.

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