Versuchter Mord an Polizisten?

Gepostet am Aktualisiert am

An die Mordaufrufe gegen Polizisten in der Leipziger linken Szene hat man sich gewöhnt. Auch dass im Neuen Deutschland zu einem „Gedankenspiel“ aufgerufen wird, den Nazis einmal die Fresse polieren, darüber wird nicht viel geredet. Nun glaube ich gelesen zu haben, dass im Rahmen der gewalttätigen linken Protestaktionen gegen die Räumung eines besetzten Hauses in der Berliner Rigaer Str. ein Polizeiauto bei der Ausfahrt aus einem Straßentunnel mit Pflastersteinen beworfen wurde. Die Frontscheibe ging zu Bruch. Glücklicherweise wurden keine Polizisten verletzt.

Zwar las ich in den letzten Tagen, dass wieder einmal die Zahl der brennenden Autos in Berlin überhand genommen hätte – meist unter „Vermischtes“. Aber von diesem versuchten Mord hörte ich nichts. Die Berliner Linken von der Linkspartei und den Grünen riefen Polizei und linke Gewalttäter zur Mäßigung auf, kritisierten aber vor allem den CDU-Innensenator, weil der von Terror geredet hatte.

Nehmen wir an, Pegida-Demonstranten hätten einen einzigen Pflasterstein (In Berlin sollen es 30 gewesen sein, die auf den in eine Falle gelockten Wagen niedergingen) auf einen Polizisten geworfen. Was dann los gewesen wäre: Das Mindeste wäre ein ARD-Brennpunkt gewesen; des Weiteren: Lichterketten, Unterschriftensammlungen, Hausbesuche der Antifa bei Sarrazin, Buschkowsky und Hermann Lübbe, publizistisch begleitet vom Tagesspiegel, Anja Reschke mit einem Kommentar gegen die enthemmte Mitte. Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung dekonstruieren Slawoj Zizek, Daniel Cohn-Bendit, Dietmar Dath, Dr. Sarah Wagenknecht und Marcel Fratzscher den Pflasterstein als Reaktion auf einen entgrenzten Kapitalismus. Ai Weiwei glänzt mit einer Installation auf dem Gendarmenmarkt: ein riesiger Papp-Pflasterstein, beklebt mit Bildern von armen oder toten Flüchtenden, drückt auf den Dienstwagen des Innensenators: „Wer Gewalt sät… Der Bildband zur Installation wird von als Häuserkämpfer verkleideten Mitarbeiter/-innen des Zentrums für politische Schönheit vorgestellt. Natürlich alles in einem ARD-Brennpunkt festgehalten. Und die Tagesschau verweist auf ihre ausführlichen Hintergrundberichte auf tagesschau.de

Hierzu passt dieser Beitrag über die linke Berliner SA

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