Wie die DDR den Rechtsterrorismus in Westdeutschland förderte

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Die Neonazi-Gruppe um Odfried Hepp verübte verübte in Frankfurt/M einen Anschlag auf eine US-Wohnsiedlung und in Gießen, Eschborn, Darmstadt, Frankfurt und Butzbach jeweils Anschläge auf Privatautos von US-Militärangehörigen. Das MfS wusste darüber in allen Details Bescheid, denn er wurde vom MfS als zuverlässiger, vertrauenswürdiger Mensch geschätzt, der die gleichen Ziele wie die SED verfolgte: Gegen NATO, gegen USA, Destabilisierung der Bundesrepublik. Hepp wurde vom MfS eine Wohnung in Ostberlin gestellt und er ließ sich mehrfach in der DDR medizinisch behandeln, Auch die Ausreise in den Nahen Osten und die Zusammenarbeit mit der PLO wurde durch das MfS ermöglicht.

Hepps Kumpan Kexel sympathisierte mit der RAF. Eine Rechtsterroristin hatte sich im Gefängnis mit der RAF-Terroristin Verena Becker angefreundet und bahnte einen Kontakt an. Grundsätzlich gab es auf Seiten der RAF keine Einwände, man hatte ja dieselben Ziele. Dazu kam es aber dann nicht, die „Führungsebene“ der RAF wurde 1982 verhaftet.

Quelle: Samuel Salzborn, Die Stasi und der westdeutsche Rechtsterrorismus. Drei Fallstudien (Teil II), In: Deutschland Archiv, 19.4.2016, Link: www.bpb.de/224934

Teil I (Manfred Roeder und Arnulf-Winfried Priem)

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2 Kommentare zu „Wie die DDR den Rechtsterrorismus in Westdeutschland förderte

    […] Siehe auch: Das MfS und der westdeutsche Rechtsterrorismus […]

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    […] auch hier und hier im […]

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