Stasi kommt in der Literatur nicht vor

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Der Literaturfachmann der BStU, Matthias Braun, kennt zwar viele Erzählungen – Hans-Joachim Schädlichs „Tallhover“, Wolfgang Hilbigs „Ich“, Günter Grass‘ „Ein weites Feld“, Erich Loests „Nikolaikirche“, Christa Wolfs „Stadt der Engel“, Brigitte Burmeisters „Unter dem Namen Norma“. Aber in fast keiner erkennt er ein realistisches Bild der Stasi. In DDR-Krimis verkörpere sie stets das Wahre und Gute. Auch nach der Friedlichen Revolution gäbe es keine nennenswerte literarische Auseinandersetzung mit der Stasi.

Einzig in Uwe Johnsons „Mutmaßungen über Jakob“ von 1959 sei ein realistisches Bild gezeichnet. Und das, obwohl Johnson zu diesem frühen Zeitpunkt die wahre Dimension des Unterdrückungsapparates noch nicht kennen konnte.

(Frank Pergande in der FAZ) 

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