Vor 30 Jahren ließ Gaddafi in einer Berliner Diskothek eine Bombe hochgehen

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Das MfS half mit. Die Stasi übergab dem RAF-Terroristen Weinrich 24 kg Sprengstoff. Sie war im Vorfeld über alles informiert und half den Tätern bei der Flucht. Die Bombe wurde von einer aus der DDR stammenden Prostituierten und ihrem Mann, der aus dem Libanon stammte, gelegt.

Die Frau hatte ihren Mann in der DDR kennen gelernt. Sie durfte das Land verlassen, nachdem sie sich verpflichtet hatte, die Stasi zukünftig über ihre Freier zu informieren. Der Stasi-Unterlagenbehörde liegen 49 dieser Berichte vor.

Gaddafi lieferte die drei Attentäter 1996 aus. Er zahlte 35 Millionen DM Entschädigung an die Opfer.

Die Geschichte des Terroranschlags im Tagesschau-Clip von 2010.

Weinrich erhielt lebenslange Haft, der Stasi-Offizier, der den Sprengstoff übergeben hatte, kam mit vier Jahren davon. Möglicherweise hatte das MfS 1989/90 Beweise vernichtet, so dass kaum gerichtsverwertbare Beweise übrig blieben.

 

Auch in diesem Zusammenhang interessant: Wie die Stasi mit mäßigem Erfolg versuchte, die West-Berliner Polizei zu unterwandern.

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