Autor Karl-Heinz Jakobs über die Spitzeltätigkeit eines befreundeten Ehepaares

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Der Schriftsteller Karl-Heinz-Jakobs wurde bekannt durch den Roman „Beschreibung eines Sommers“. Es ist Geschichte einer Liebe, die gegen die Politik nicht ankommt. 1962 wurde der Roman mit Manfred Krug verfilmt.

Jakobs setzte sich zunehmend kritischer mit der SED-Herrschaft auseinander. 1976 protestierte er gegen die Biermann-Ausweisung. Er wurde aus der SED und dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. 1981 verließ er die DDR und lebte bis zu seinem Tod 2015 im Rheinland.

1983 schrieb Karl-Heinz-Jakobs die Erzählung über das Schicksal von Dorothea Garai, einer gläubigen Kommunistin, die, nachdem sie den Nazis entkommen war, 20 Jahre in Stalins GULag zubringen musste und 1955 nach Dresden zurückkehren konnte: „Das endlose Jahr“. Für Jakobs, an den sich Frau Garai gewandt hatte, waren die Leiden von Altkommunisten in der UdSSR bis dahin unbekannt gewesen.

Jakobs wurde von einem mit ihm gut befreundeten Ehepaar bespitzelt: dem Forschungsdirektor des Instituts für Klassische Deutsche Literatur Weimar und seiner Ehefrau. Darüber schrieb er 1993 in der Zeit.

(angeregt durch eine Erwähnung in Der Stacheldraht 1/2016)

 

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