Dunja Hayali: Ja zu antisemitischer Hasspropaganda, nein zu fremdenfeindlicher Hetze

Gepostet am Aktualisiert am

Bericht dazu im Blog Ruhrbarone

Dass Frau Hayali ihre israelfeindlichen Facebook-Einträge nachträglich glättet und sachlich-kritische Kommentare löscht, aber nicht Hassmails gegen sie als Verfechterin der uneingeschränkten Willkommenskultur, darauf weist Stefan Lauer auf vice hin.

Frau Hayali hat zwei Jahre gebraucht, um zu kapieren, dass sie auf palästinensische Propaganda-Karten hereingefallen ist. Die sollen belegen, dass sich Israel seit 1947 widerrechtlich immer mehr palästinensisches Land angeeignet hätte. Jetzt fügt sie einen Link ein, in dem diese Kartenpropaganda hinterfragt wird und schreibt kleinlaut, dass die Karten nicht ihre Meinung wiedergäben.

Hier ihr selbstgerechter Eintrag auf Facebook: „im jahr 2014 wurde die karte oft geteilt. für die einen ist sie wahr, für andere nicht. wieso darf man das nicht entlarven oder bestätigten, auseinandernehmen oder zurechtrücken? die augen zu verschließen, auch vor falschen dingen, hilft nicht. schon gar nicht, wenn sie im umlauf sind. was hilft ist reden. aufklären.
aber wenn jetzt die mehrheit möchte, lösche ich die karte und alles drumherum verschwindet.“ Im selben Text fügt sie an, sie hätte sich doch entschuldigt. wofür eigentlich, fragt man sich, wenn man den obigen Text liest. Gleichzeitig droht sie jedem, der sie mit Antisemitismus in Verbindung, eine Anzeige an.

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Ich habe Verständnis, wenn sich jemand irrt oder falschen Informationen aufgesessen ist. Da sollte man aber, gerade bei einer solchen verantwortungsvollen öffentlichen Funktion, beim nächsten Kommentar besser aufpassen und sich kundig machen. Es war nicht ihre einzige judenfeindliche Einlassung. Im Morgenmagazin hat sie keine kritische Nachfrage im Interview mit einem deutschen Geschäftsmann, einem proarabischen Lobbyisten, dem sie als Gaza-Experten das Mikrofon hinhält. Sie tritt noch nach: „Ja, Gaza, Ghetto mit Meerblick“.

Frau Hayali bekommt einen Preis für ihre „Tapferkeit“ beim Kampf gegen Rechtspopulisten. Was sie zeigt, ist aber nur Gratismut.

So lange es gegen Israel geht, kann sich Frau Hayali geborgen fühlen. Sie ist im Einklang mit Links- und Rechtspopulisten, mit vielen Grünen und der Mehrheit der Linkspartei, mit der Mainstreampresse, z. B. SZ, BR, Der Spiegel  (wenige ausgenommen, u. a. NZZ, FAZ, Die Welt) und wohl auch mit der Volksmeinung, wenn man den Beifall hört, den Dr. Jürgen Todenhöfer in Talkshows für sein Narrativ von den armen Palästinensern und den bösen Juden hört. Profunde, unvoreingenommene Recherche scheint im deutschen TV überflüssig zu sein.

Jetzt exponiert sich die Journalistin für Refugees Welcome und gegen Rechtspopulisten und erhält Hassmails. Auch dabei kann sie sich im publizistischen und politischen Mainstream geborgen fühlen.

Das Problem ist geblieben: Viele Journalist/-innen verbreiten lieber Gefühle und Stimmungen statt ernsthaft zu recherchieren. Sie sind meinungsstark, talkshow-erprobt, Twitter- und Facebookfans, laden sich gegenseitig auf ihre Sofas ein. Nur eins tun sie viel zu selten: sich gründlich informieren, bevor sie kommentieren, talken, twittern oder posten.

Ich entferne mich einmal mehr vom DDR-Thema. Sei´s drum. Ausgangspunkt war für mich der Antisemitismus der Linken. Der gehört zum Themenspektrum des Blogs. Normalerweise denkt man bei Antisemitismus sofort an Rechts. Der Antisemitismus in den Ländern des Ostblocks, auch der DDR, der Antisemitismus der 68er-Aktivisten, der Antisemitismus der allermeisten unserer arabischen Mitbürger/-innen wird sehr viel weniger bis gar nicht beachtet oder trifft, s. o., auf Verständnis.

Ich höre es schon, das Mantra der Antisemiten: „Man wird doch wohl noch etwas Kritisches über Israel sagen dürfen.“

Nützliche, öffentlich zugängliche Informationen zum Palästina-Konflikt aus nicht-palästinensischer Sicht (abgesehen vom ersten Link):

Die meisten dieser verlinkten Informationen stammen vom Blog „Achse des Guten“. Dieser Blog des deutschen Juden Henryk M. Broder gilt als philosemitisch und antisozialistisch. Er wird von vielen „seriösen“ Zeitungen gerne als rechtspopulistisch denunziert.

Und zum Schluss ein Zitat aus der linken taz: „Es muss in einem freien Land möglich sein, straflos das Existenzrecht Israels infrage zu stellen. Im Zweifel für die Meinungsfreiheit.“ (Aus einem Kommentar von Stefan Reinicke, 23.7.14)

Wenn man für die Auslöschung Israels, wie es Hamas und Fatah wollen, in Deutschland demonstrieren darf, warum dann der Aufschrei und die gewaltsamen Gegendemonstrationen, wenn es um vergleichsweise harmlose Forderungen wie Begrenzung der Einwanderung, Nichtanerkennung von Wirtschaftsflüchtlingen als Asylbewerber oder Einschränkung des Familiennachzugs geht? Oder der Artikulation von Angst vor der Einwanderung einer Dreiviertelmillion junger arabischer Männer aus Nordafrika und dem Nahen Osten?

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3 Kommentare zu „Dunja Hayali: Ja zu antisemitischer Hasspropaganda, nein zu fremdenfeindlicher Hetze

    […] das seit bald 70 Jahren. Ihre Israel-reinen Nahost-Landkarten werden auch in Deutschland gerne verwendet. So steht es im […]

    […] „Fachbeirat“ unterstützen ihn Journalisten und weitere Experten. Darin sitzt auch Dunja Hayali (Preisträgerin „Goldene Kamera für Beste […]

    […] Siehe auch im Blog hier! […]

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