Schreibtisch-Karrieristen der Demokratie

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Im Tagesspiegel vom Tage bespricht ein Journalist das Buch „Als Deutschland seine Seele retten wollte“ von Knud von Harbou. Es berichtet über die Anfangsjahre der Süddeutschen Zeitung. In ihr schrieben einige ehemalige Nazis, u. a. W. E. Süskind. (Was nicht neu ist.) Entsprechend beschwieg die SZ in den ersten Nachkriegsjahren die NS-Vergangenheit.

Der Journalist beendet seinen Artikel mit den Worten: Das Buch sei eine Studie „über den fast nahtlosen Übergang vom Nazi-Schreibtischtäter zum Schreibtisch-Karrieristen der Demokratie.“

Ähnliches lässt sich noch stärker über die Zeit sagen, die aus dem NS-Blatt „Das Reich“ hervorgegangen war.

Nun, „Schreibtisch-Karrierist der Demokratie“ ist mir lieber, als wenn NS-Journalisten naht- und problemlos SED-Propagandisten werden oder SED-Kader zu Linksparteiparlamentariern, ohne ihre ideologischen Überzeugungen ändern zu müssen.

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