Franz Schuster, Thüringens Weg in die Soziale Marktwirtschaft

Gepostet am Aktualisiert am

Franz Schuster war in Thüringen in den 90er Jahren Jahren zuerst Innen-, dann Wirtschaftsminister. Er beschreibt, wie in Thüringen, nach fast 60 Jahren NS- und SED-Wirtschaft, das Land in die Marktwirtschaft transformiert wurde. Es entstanden in Jena und Eisenach Industriecluster (Chemie, Automobilbau), die mit Milliarden Anschubfinanzierung zu Erfolgsgeschichten wurden. Wie desolat die Ausgangslage war, hatte man sich in Westdeutschland nicht vorgestellt. Die noch von der letzten DDR-Regierung geschaffene Treuhandanstalt sieht er als notwendig an.

Er beobachtet im Osten eine stärkere emotionale Bindung zum Betrieb als im Westen. Für Schlagzeilen sorgten insbesondere die Proteste bei der Schließung des Kaliwerks Bischofferode. Das gesamte thüringische Kalikombinat wurde in selbstständige Aktiengesellschaften aufgelöst, teilweise wurden Werke als Deponie weitergeführt. Die Schließung des Werks in Bischofferode war nach seiner Meinung betriebswirtschaftlich unumgänglich.

Ein unbequemes Buch, da es nicht die weit verbreiteten Klischees vom Ausverkauf der DDR an den Westen und von der Treuhand als der Verantwortlichen für den Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft bedient.

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