Potsdamer Streit um Unisexklos

Gepostet am Aktualisiert am

Nachdem an der Uni Potsdam die Empfehlung eingeführt wurde, das genderdiskriminerende Wörtchen „man“ nicht mehr zu verwenden und der männliche Professor als Titel im universitären Schriftverkehr abgeschafft wurde, hat jetzt die Potsdamer Fachhochschule im Kampf um Gender Mainstreaming gepunktet.

Es tobt dort ein Streit um gendergerechte Toiletten. Die bisherige Toilettenpolitik der Bildungsstätte privilegiert nur zwei Geschlechter, Männer und Frauen. Allenfalls wird noch die Minderheit der Behinderten durch eigene Toiletten privilegiert. Nachdem beschlossen worden war, die Minderheiten, die sich einem anderen Gender oder keinem Gender zuordnen, nicht länger zu benachteiligen, plante die FH-Leitung, die Behindertentoiletten als Unisextoiletten auszuweisen. (Dürfen sich eindeutig als dem männlichen oder weiblichen Gender zuordnende Studierende und Lehrende die Unisextoilette benutzen? Müsste man sie nicht umbenenen, falls das nicht zuträfe?)

Da spielt der studentische Senator der FH nicht mit. Für ihn wäre das eine „Katastrophe“, berichtet die PNN v. 16. 9. Denn jetzt würden zwei Minderheiten gleichzeitig diskriminiert werden. (Er meint wahrscheinlich Behinderte und sich nicht als männlich oder weiblich definierende Kommilitonen.)

Nun wird es erst einmal Gespräche der Leitung mit der Gleichstellungsbeauftragten, der Behindertenbeauftragten, der Familienbeauftragten, der Studierendenvertretung, den DekanInnen und den Studiengangangsleiterinnen und -leitern geben.

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