Die Aufarbeitung kommunistischer Verbrechen in Ostmitteleuropa

Gepostet am Aktualisiert am

Die Prager Europäische Plattform „Gedenken und Gewissen“ setzt sich für die juristische Aufarbeitung der Verbrechen der kommunistischen Regimes im ehemaligen Ostblock ein.

In Polen, den baltischen Staaten, Ungarn und neuerdings auch in Rumänien findet das statt, In Slowenien, der Slowakei und in Bulgarien nicht.

Als Verbrechen der Regimes gelten: Tötungen entlang des Eisernen Vorhangs,, ethnische Säuberungen, Massenmord, Deportationen, Versklavung, außergerichtliche Tötungen, Entführungen, Folter, erzwungene Sterilisierung, Zwangsprostitution, Missbrauch der Psychiatrie, pseudomedizinische Experimente an Gefangenen.

In Tschechien wurden bisher 40 Täter verurteilt. Andererseits verherrlichen tschechische Altkommunisten bis heute die Zeit des Kommunismus und verteidigen auch Gewaltanwendung.

Allein auf dem tschechischen Abschnitt des Eisernen Vorhangs gab es mindestens 320 Tote. Dort waren auch Kampfhunde eingesetzt. In Bulgarien sollte die türkische Minderheit zwangsassimiliert werden, z. B. durch das Verbot türkisch zu sprechen. Fast die Hälfte der ca. 850.000 Türken flohen in die Türkei. Bei Demonstrationen wurden Dutzende Türken erschossen, einig tausend wurden zwangsumgesiedelt.

(nach Karl-Peter Schwarz, Späte Aufarbeitung, FAZ v. 28.04.14)

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