dpa legt noch Wert auf Genauigkeit

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Eine der Meldungen, die dpa zu den gwalttätigen Übergriffen in Heidenau absetzte, lautete, dass die Antifa eine Gruppe von Menschen angegriffen hatte, die offensichtlich dem rechten Spektrum zuzuordnen sei. Daraufhin brachen die Hassgesänge der sog. sozialen Medien los. Da gäbe es Deppen, die Rechtsextreme nicht erkennen könnten, lautete eine noch milde Form der Kritik. Der Mediendienst Meedia stellte unverzüglich eine Liste der Zeitungen ins Netz, die diese unerhörte Meldung übernommen hätten.

Der Nachrichtenchef der dpa erklärte, dass man nur Fakten darstelle. Es habe vor Ort keine verwertbaren Hinweise darauf gegeben, dass die von der Antifa Angegriffenen Rechtsextreme gewesen seien. Für ihn sei seriöser Journalismus, dies auch zum Ausdruck zu bringen.

Vor kurzem war dpa dem Wutgeheul Rechter ausgesetzt gewesen, als man davon abgegangen war, die Protestierer gegen Flüchtlinge und ihre Wohnheime verharmlosend als „Asylkritiker“ zu bezeichnen.

(nach FAZ v. 26.08.2015, p 13)

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