Antisemitismus in Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg

Gepostet am Aktualisiert am

Während wir in Brandenburg neuerdings den Tag der Befreiung vom Faschismus als staatlichen Gedenktag erleben dürfen und der 23. August 1939 in den Nachrichten des rbb nicht vorkommt, bleibt verborgen, wie es Juden in Ost- und Ostmitteleuropa erging, wenn sie, falls sie die Lager der Deutschen überlebt hatten, in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren wollten.

Sie wurden erneut vertrieben, falls sie nicht verprügelt oder gleich totgeschlagen wurden. In ihrem Hab und Gut hatten sich längst andere eingerichtet. Die kommunistischen Herren schwiegen oder organisierten selbst auf Geheiß Stalins Judenverfolgungen. Die katholische Kirche schwieg, obwohl der religiöse Judenhaß ein maßgebliches, nicht auszurottendes Motiv war.

Für die diskriminierten und stigmatisierten jüdischen Minderheiten des Zarenreiches schien die kommunistische Ideologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Weg zur Emanzipation und Gleichberechtigung aufzuzeigen. Unter den Bolschewisten waren viele Juden. Der Hass auf die neuen Unterdrücker, die russischen Kommunisten, richtete sich auch deswegen, sozusagen als Ventil, gegen die Juden.

Wenig bekannt ist, dass Hunderttausende – um von den nach 1945 Getöteten zu schweigen – erneut flohen oder nicht zurückkehren konnten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s