Beschluss der Brandenburger Enquetekommission wird konterkariert

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2014 empfahl die Enquetekommission des brandenburgischen Landtags „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“,  die Gedenkstättenbesuche von Schulklassen auszubauen und die Gedenkstättenlehrer zu stärken.

Stattdessen verlautbart Bildungsminister Baaske, das er die Gedenkstättenlehrer reduziert oder abschafft, falls er Lehrer braucht.

So lustlos wie Rot-Rot mit der Enquetekommission umgingen, war es nicht anders zu erwarten gewesen.

Die Grünen hatten für den Doppelhaushalt 2015/16, mit der Begründung, dass Konsens darüber bestünde, dass Schüler/-innen zu wenig über die DDR in der Schule erfahren würden (2015!; GS), beantragt, Fahrten zu Gedenkstätten der SED-Diktatur zu bezuschussen und die Anrechnungsstunden für die Gedenkstättenlehrer zu erhöhen. Beides wurde von Rot-Rot abgelehnt! (Rot-Rot hat gleichwohl einen neuen Gedenktag eingeführt!)

Für Fahrtkosten ist zwar der Schulträger zuständig. Es verstößt aber nicht gegen geltendes Recht, wenn das  Land sich beteiligt. Fahrten nach Auschwitz.werden z. B. von der Landesregierung bezuschusst.

Update 27.6.15: Die Teilabordnungen der 14 Gedenkstättenlehrer bleiben bestehen. Für Schul-Minister Baaske ist der Lehrermangel wichtiger als die Umstzung von froderungend er Enquetekommission. Aber er ist bereit, darüber nachzudenken, ob nicht-pädagogisches Personal die Gedenkstättenarbeit übernehmen könnte.

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