Gibt es eine Antifaschismusindustrie?

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Das Gute am marxistischen Denken ist, dass bei jeder nichtmarxistischen Meinungsäußerung nach dem dahinterstehenden Interesse gefragt wird. Das sei auf den ersten Blick nicht erkennbar, aber geschulte Marxisten erkennen sofort, dass es nie um Menschenrechte oder die Verhinderung von Massakern geht, sondern um Öl, um Absatzmärkte und Profit. Das ist oft gar nicht mal falsch, aber ein derartiges Erkenntnisinteresse wird in eigener Sache gern ausgeblendet. Wenn Armutsforscher und Wohlfahrtsverbände eine noch nie dagewesene Armut in Deutschland festgestellt zu haben glauben, kann man davon ausgehen, dass sie mit falschen Zahlen und alarmistischen Studien Arbeitsplätze und Wachstum in Sozialverbänden, Forschungs- und Betreuungseinrichtungen sichern wollen.

Ähnliches will der Blog Science Files bei den Antifaschisten entdeckt haben. Er nimmt die Amadeu-Antonio-Stiftung unter die Lupe. Da habe ich erst einmal geschluckt. Amadeu Antonio war angolanischer Vertragsarbeiter in der DDR, der eigentlich Flugzeugmechaniker werden wollte, aber in eine Metzgerei gesteckt wurde. Er wurde im November 1990 in Eberswalde/Brandenburg von Neonazis unter den Augen von Polizisten totgeschlagen. Die Täter wurden vergleichsweise milde bestraft.

Seine Witwe hat die Stiftung eingerichtet. Sie hat u. a. auch versucht, den Zusammenhang von Neonazis und DDR aufzuarbeiten, was ihr im Osten sehr übelgenommen wird. Wie sehr das ostdeutsche Nazi-Unwesen seinen Ursprung in der DDR hat, wird leider unter den Teppich gekehrt. Auch ein kritischer Blick auf  Polizei, Justiz und Verwaltung in den neuen Ländern könnte hilfreich sein. Dass die Neonazis in Ostdeutschland nicht aus dem Westen importiert wurden, wie das die Linken gerne darstellen, wird kaum thematisiert. Politk und Medien snd gerne ausgewogen: Das Problem wäre in Ost jund West gleich. Eben nicht!

Dass aus der Stiftung inzwischen ein mittelständischer Betrieb mit einer Million Umsatz und fast zwei Dutzend Mitarbeitern geworden ist, hat mich dann doch überrascht.

Im  Blog „Ampelmännchen und Todesschüsse“ habe ich schon öfters die manisch anmutende Beschäftigung der Partei Die Linke. mit den Neonazis erwähnt. Science Files hat das mit einem wunderbaren Satz aufs Korn genommen: (Woher kommen die unaufhörlichen Kleinen Anfragen zu rechtsextremistischen Straftaten?) „Von der Linken, oder von der Fraktion der Linken oder von der Fraktion Die Linke, oder von der Fraktion Die Linke, oder von der Fraktion der Linken, oder von der Fraktion der Linken.“ (Zeichensetzung im Original)

Leider befeuern die wachsenden Flüchtlingszahlen die Neonazis. Aber die Empörung von Gutmenschen über die mangelnde Hilfe bei der Einwanderung nach Europa verhindert eine sachliche Diskussion darüber, was zu tun wäre. Keiner traut sich zu sagen, wie weit die Erleichterung der Einwanderung gehen soll: Ist bei 500.000 Schluss, bei einer Million, bei zehn Millionen?

Der überwiegend gewaltfreie Pegida-Protest wurde mit vereinten linken, Medien- und Gutmenschenkräften liquidiert. Jetzt haben die Neonazis die Themen wieder an sich genommen.

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