So viel zur Lügenpresse

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Es ist schon auffällig, wie vorsichtig unsere Medien mit dem Krieg in der Ukraine umgehen. Sie haben Angst vor den aggressiven Putin-Versteher/-innen Gerhard Schröder, Gabriele Krone-Schmalz, den Sympathisanten vor allem in der SPD und der Linkspartei, Gesine Lötzsch, Dr. Gysi, Dr. Wagenknecht, Platzeck, Kujat, Nida-Rümelin usw. Die ehemalige Linksparteilerin Maren Müller jagt mit ihrer „Ständigen Programmkonferenz“ den TV-Leuten Angst ein. Sie kämpft verbissen gegen die kleinste Bemerkung, dass Russland Soldaten oder Waffen in die Ukraine schicke. Sie ist auch Mitarbeiterin beim linksextremen Blog „Propagandaschau“.

Der neue Stern am Pressehimmel, die Krautreporter, finden es gut, dass endlich Zuschauer den Programmgewaltigen ihre Meinung sagen.

Dass die Nachrichtensendungen von den Putin-Trollen in Schach gehalten werden, wurde jetzt bestätigt von Atai Golineh, der Moskauer ARD-Korrespondentin, die gerade für ihre hervorragende Ukraine-Berichterstattung ausgezeichnet wurde. Sie schreibt, dass ihre Redaktion sie auffordere, bestimmte Formulierungen zu vermeiden, weil jedes Mal eine Massenagitation in der Leserpost und den Kommentarspalten einsetze.

Die russische Propaganda benutzt erprobte geheimdienstliche Methoden: Sie sorgt für Verwirrung, für Desinformation, indem sie Gerüchte in die Welt setzt, Fotos fälscht, Lügen und Behauptungen streut, oft mit Hilfe bezahlter Trolle. Aus Gründen der Ausgewogenheit muss die Tagesschau dann z. B. beim Abschuss des Flugzeuges über der Ostukraine immer auch die Behauptungen der russischen Propaganda nennen und neutralisiert damit die verschiedenen „Narrative“: dass die ukrainische Armee das Flugzeug abgeschossen hätte, dass die USA geschossen hätten, dass eigentlich die Maschine abgeschossen werden sollte, in der Putin saß, dass die abgeschossene Maschine schon in der Luft voller Leichen gewesen wäre. (Letzteres eine Idee aus einer britischen TV-Serie.)

Das Ziel ist damit erreicht: Alles ist gleich gültig. Eine Nachricht wird gekontert mit dem Gegenteil. Der Betrachter ist verwirrt. Die plausibelste, durch zahlreiche Details belegte, ist genauso beliebig wie alle anderen. Details interessieren nicht mehr. Im Gegenteil: Die Aufdeckung russischer Propagandalügen durch detektivische Kleinarbeit, wie sie StopFake leistet, wird von der russischen Propaganda benutzt: Sie nehmen das als gefaked gezeigte Narrativ und geben es als die von StopFake verifizierte Geschichte aus.

Boris Reitschuster schreibt: „Mit meiner Militärerfahrung erkenne ich unsere Jungs von den Sondereinsatzkommandos („Speznas“) auf 500 Meter – an ihrer Haltung, daran, wie sie sich bewegen, wie sie mit ihren Waffen umgehen – das ist eine ganz eigene Art, da spürt man die hohe Schule. Man muss blind sein, um die mit ,Traktoristen und Bergarbeitern´ zu verwechseln, die ,Separatisten´ geworden sind. Und was ich auf den Bildern aus der Ostukraine sehe, das sind unsere Jungs!“ – erzählte mir ein guter Freund und Militärexperte in Moskau, früher selbst in sehr hochrangiger Position im Staatsdienst und (fast) allen Russen bekannt. Weiter: „Noch absurder ist die Einkesselung von Debalzewo. Da waren 32.000 ukrainische Soldaten; nun gut, nehmen wir an, die Ukrainer lügen, es waren nur 20.000. Und eine spontan zusammengewürfelte Separatisten-Truppe soll so eine reguläre Truppe eingekesselt und belagert haben? Eine unsinnigere Behauptung kann ich mir kaum vorstellen. So was wäre eine Premiere in der Welt und würde die gesamte Militär- und Kriegsgeschichte auf den Kopf stellen. Für so eine Einkesselung braucht man einen hoch professionellen Stab, eine enorme Organisation und vor allem Koordination, und Leute, die mindestens eine Militärakademie abgeschlossen haben.“

Meine große Frage: Warum wird im Westen das Offensichtliche immer noch verdrängt und nicht beim Namen genannt? Zumindest unsere Regierungen wissen definitiv Bescheid. Will man es nicht aussprechen, um Putin nicht zu brüskieren? Das würde den Verdacht nahe legen, dass man Angst hat, er sei nicht mehr berechenbar. Ein Gedanke, der einen schaudern lässt. Oder verdrängt man es, weil ein Eingeständnis Konsequenzen unumgänglich machen würde?

Siehe u. a. hier im Blog

Golineh Atai auf wdr 2

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Ein Kommentar zu „So viel zur Lügenpresse

    […] Aus Angst vor der Phalanx der deutschen Putin-Trolle wird die Berichterstattung über den Ukrainekrieg in der Tagesschau frisiert. […]

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