Politik als Krankheitssymptom: Angela Marquardt

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Tagesspiegel/PNN stellen heute dem Journalisten und Buchautor David Ensikat eine ganze Seite zur Verfügung, auf der er ein Buch von Angela Marquardt vorstellt: „Vater, Mutter, Stasi“. Man erinnert sich: Angela Marquardt war eines der jungen, frischen Vorzeigegesichter der PDS. Mit ihren bunt gefärbten Haaren fiel sie unter den grauen MfS-Veteranen und Alt-Kadern auf .

Nun schreibt Frau Marquardt, dass ihre Eltern Stasi-Spitzel waren (nicht etwa sie selbst) und dass sie von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde. Von freundlichen Kollegen ihres Vaters wurde sie als Teenager zu Klassenkameraden befragt. Sie schrieb Berichte und unterschrieb dann mit 15 eine Verpflichtungserklärung. Dabei hätte sie gar nicht gewusst, dass es so etwas wie eine Stasi gab, erzählt sie Herrn Ensikat. Sie hätte sich gefreut, als nach der „Wende“ jemand sagte, er hätte jetzt zum ersten Mal von der Stasi gehört. Es wäre also nicht nur ihr so gegangen. Herr Ensikat wundert sich nicht, dass jemand im Alter von 18 Jahren im Jahr 1989 immer noch für die Stasi-Berichte schreibt und erst nach der Revolution erfahren haben will, dass es die Stasi gab.

Sie tritt nach der Revolution sogleich der SED/PDS bei, wird Vollzeit-Referentin für Jugendarbeit und soll sich für eine rückhaltlose Aufklärung über die DDR eingesetzt haben und kämpft gegen Antifaschismus. Sie genießt ihre Talk-Show-Präsenz

Reihenweise fliegen Stasi-Zuträger in der SED/PDS/Linkspartei auf. Aber erst als ihre eigene Stasi-Verwicklung bekannt wird, verlässt sie die PDS. Niemand macht ihr allerdings einen Vorwurf, da sie erst 15 gewesen wäre, als sie Spitzel wurde. Heute ist sie Sozialdemokratin und arbeitet für die Bundestagsabgeordnete und Ministerin Andrea Nahles. Sie hat ein Bundestagsbüro und ist Geschäftsführerin eines Arbeitskreises von Linken, linken Grünen und linken Sozialdemokraten, die eine Regierungsübernahme durch ihre Parteien vorbereiten.

Autor Ensikat legt nahe, dass die bisherige Biographie von Frau Marquardt Vatersuche und Verdrängung wäre: Die netten Stasi-Onkels als Ersatz für den bösen Vater, die PDS als Vaterersatz.

Würde sie den Vater finden, wenn die Linkspartei demnächst, unterstützt von den Grünen und der Sozialdemokratie, Deutschland regieren würde? Vielleicht hätte Frau Marquardt eine richtige Therapie beginnen sollen. Das würde auch unserer Demokratie besser bekommen.

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