70 Jahre nach Jalta

Gepostet am Aktualisiert am

Die Konferenz von Jalta/Krim im Februar 1945 war die zweite von drei Konferenzen der Anti-Hitler-Koalition. Die erste war 1943 in Teheran, die dritte im August 1945 in Potsdam. Es ging um die Nachkriegsordnung in Europa, die Aufteilung Deutschlands und die Fortführung des Krieges gegen Japan.

Stalin beanspruchte eine Sicherheitszone vor seinem Land. Dazu sollten gehören: Das Baltikum, Polen und der Rest Ostmittel- und Südosteuropas, darunter Griechenland, auch Italien. Finnland galt als neutral, stand aber unter sowjetischen Einfluss. Schon ein halbes Jahr vor Jalta hatte Churchill mit Stalins Zustimmung auf einem Zettel notiert:

  • Rumänien: Russland 90 % – die anderen 10 %
  • Griechenland: Großbritannien 90 % – Russland 10 %
  • Jugoslawien: 50 % – 50 %
  • Ungarn: 50 % – 50 %
  • Bulgarien: Russland 75 % – die anderen 25 %

(Was sich Churchill unter 10% vorstellte, kann ich nicht sagen.)

Italien wollten die West-Alliierten nicht Stalin überlassen. Das Land hatte eine starke kommunistische Partei und es bedurfte diplomatischer, finanzieller und geheimdienstlicher Mühen, das Land nicht an Stalin zu verlieren. Polen sollte nicht kommunistisch werden, schließlich war Groß-Britannien in den Krieg gegen Deutschland mit dem Versprechen gegangen , die Polen vor deutscher Vorherrschaft zu beschützen. Da konnte man schlecht zusehen, wie es jetzt Stalin in die Hände fiel. Bei Polen blieben weitere Fragen offen, z. B. die des Verlaufs der Westgrenze. Ungarn, so die Vorstellungen der West-Alliierten, sollte neutral werden. In Griechenland begannen die einheimischen Kommunisten 1946 einen blutigen Bürgerkrieg, in den sogar britische Truppen eingreifen mussten. (Lesetipp: Nicholas Cage: Eleni) Im Land gab es schon lange die Auseinandersetzung zwischen kommunistischen, monarchistisch-nationalistischen und republikanischen Gruppen. Die Kommunisten wurden aus dem entstehenden Ostblock heraus unterstützt.

(Mit Hilfe von Wikipedia und angestoßen von einem Kommentar in der PNN von Chr. von Marschall, in dem er schreibt, dass die Teilung Europas, die in Jalta festgelegt worden war, erst 44 Jahre später, 1989 überwunden wurde. Für die „eingefrorenen“ Konflikte in Georgien, Moldawien, Berg-Karabach, im Kaukasus und jetzt in der Ukraine bedürfe es wohl auch eines langen Atems.

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