Friedliche Revolution in Dresden

Gepostet am Aktualisiert am

 

Als am 5. Oktober 1989 wieder ein Zug mit den Flüchtlingen aus der Prager Botschaft durch den Dresdner Hauptbahnhof rollt, steht, wie in den Tagen zuvor, die Bereitschaftspolizei vor dem Hauptbahnhof und drängt die gewaltlos Demonstrierenden zurück.

(Die SED hatte die Idee gehabt, die Züge der Prager Flüchtlinge durch die DDR in die Bundesrepublik rollen zu lassen, damit sie die Flüchtenden noch „ordnungsgemäß“ ausbürgern konnte.)

Unter den Bereitschaftspolizisten am Dresdner Hauptbahnhof ist ein Wehrpflichtiger, der später diese Geschichte erzählt: Er wird von einem Stein getroffen, der aus der Menge der Demonstrierenden geworfen wurde. Seine Kollegen haben den Steinewerfer fassen können. Der zieht seinen Ausweis und sagt: „Ihr habt mich verwechselt, ich bin doch einer von Euch!“

Es gibt auch weitere Berichte darüber, dass die SED die Demonstranten kriminalisieren wollte und Provokateure einschleuste. Die Demonstranten erfuhren allerdings eine gewalttätige Behandlung. Hunderte wurden mit Hunden auf Lastwagen getrieben und in Kasernen gebracht, standen dort mit gespreizten Beinen stundenlang auf Fluren oder wurden über den Kasernenhof gehetzt.

(nach dem Jahreskalender 2014 der Bundesstiftung Aufarbeitung, 40. Kalenderwoche)

 

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