Zur Erinnerung: Unabhängigkeit der baltischen Staaten 1990/91

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Die 60 Promis im Gefolge von Antje Vollmer, Margot Käßmann, Mario Adorf und des Putinfreundes Gerhard Schröder, die vor der angeblichen Kriegstreiberei von NATO, EU und der Bundesregierung warnen, zeigen die jahrhundertealte Tradition deutscher Überheblichkeit gegenüber den Völkern und Staaten Ost- und Ostmitteleuropas. Für sie ist einzig Russland akzeptierter Nachbar der Deutschen, dazwischen gibt es nichts auf der Landkarte der prominenten deutschen Russland-Versteher/-innen. Genau diese Überheblichkeit war auch 1939 wirksam, als sich Hitler und Stalin diese „Zwischenzone“ zwischen ihren Staaten teilten und gemeinsam Polen überfielen.

Es sei daher erinnert an die russische Besetzung des Baltikums gemäß dem geheimen Zusatzabkommen zum Ribbentrop-Molotow-Vertrag und die darauf folgende Ansiedlung von Russen und Deportation von Balten in den GULag . In Litauen wie auch in der Ukraine leisteten Partisanen bis in die 50er Jahre Widerstand, im gesamten Baltikum waren es die Sängerfeste, die zum Zeichen des Widerstands wurden. Auch die katholische Kirche trug ihn.

1988 war – im Klima von Perestroika – die Bewegung „Sajudis“ in Litauen entstanden, die bei Wahlen erfolgreich war und eine Plattform für die litauischen Unabhängigkeitsbestrebungen wurde. Im Februar 1990 gab es die ersten freien Wahlen, die Sajudis gewann. Im März erklärte sich Litauen für unabhängig. Gorbatschow war wütend und verhängte Wirtschaftssanktionen, die Litauen an den Rand des Zusammenbruchs führten. Der Westen schaute übrigens unbeteiligt zu. Einzig Island hatte trotz russischer Drohungen Litauen anerkannt. Anfang 1991 schossen russische Panzer in Vilnius auf unbewaffnete litauische Demonstranten. dort und in Riga schützten Menschenketten die Parlamentsgebäude vor der russischen Besetzung. 2013 übten russische Soldaten im Manöver „Sapad“ die Besetzung des Baltikums.

(Unter Verwendung von: Hans-Peter Fischer, Mit Sängerfesten gegen die russische Okkupation, Kalenderblatt 15. KW 2014, Kalender „Vor 25 Jahren: Die Friedliche Revolution 1989, hrsg. von der Stiftung Friedliche Revolution)

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