Moskauer Pressekonferenzen

Gepostet am Aktualisiert am

Moskauer Pressekonferenzen sind nahezu perfekte Inszenierungen. Dann aber blitzt doch einmal auf, dass Putin eine Audienz gibt und nicht einer kritischen Presse Rede und Antwort stehen will.
Da fragt die Vertreterin eines noch existierenden kremlkritischen Senders, der aus einem Wohnzimmer senden muss, u. a. nach der staatlichen Hetzpropaganda gegen die Ukraine. Putin herrscht verblüfft den Veranstaltungsleiter an: „Wieso haben Sie der das Wort erteilt?“
Dank ZDF durfte man das erfahren. Die Tagesschau zeigte es nicht.
Bei der Journalistin handelt es sich um Xenia Sobtschak, Tochter des früheren Petersburger Bürgermeisters Anatoly Sobtschak. Er war Bürgermeister, als Putin in der Petersburger Stadtverwaltung arbeitete. Man wird sie im Auge behalten müssen. Allzu leicht werden kritische Journalisten in Russland wegen Steuervergehens oder als ausländische Agenten in den GULag geschickt oder es passiert ihnen noch Schlimmeres. Vielleicht schützt sie auch ihr prominenter Name.

Dem Kreml-Kritiker Alexej Nawalny drohen 10 Jahre Haft. Er steht wegen Geldwäsche und Unterschlagung vor einem russischen Gericht.

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