Ein paar ökonomische Daten zu Putins Russland

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– Brutto-Inlandsprodukt (BIP): ca. 2 Billionen $, USA ca. 17, EU ca. 16 Billionen $
– Exporte: Russland ca. 3,5 $, China 12 Billionen $, Deutschland knapp 12 Billionen, USA 11 Billionen $
– Einwanderer jährlich: RUS 200.000, USA mehr als 1 Mio , EU 2,5, davon D 1 Mio
– Europäische Patente über die letzten zehn Jahre (Sie gelten als Indikator für Innovationskraft):RUS 462, D 130.000, USA 134.000, Japan 100.000
– Verteidigungshaushalt: D 1,4% des BIP, USA 4,4%, RUS 4,4 %
– Als Voraussetzung für Wohlstand und Wachstum  gelten: Freiheitsrechte, Eigentumsgarantie, keine Korruption, unabhängige Justiz. Von alldem ist in Russland wenig vorhanden und wird sogar noch zurückgenommen.
(Nach Prof. Hermann Simon, Armes Russland, FAZ v. 22.3.14)
 – Lebenserwartung 2011: RUS 69 Jahre, D 80 Jahre, Kanada 81 Jahre
(Google/Weltbank)
– Etwa 70.000 Unternehmer/-innen sitzen im Gefängnis. Das liegt an Russlands Kleptokratie: Irgendein kleiner oder großer Mächtiger hat ein Auge auf ein Unternehmen geworfen und übernimmt es mit Hilfe korrupter Richter/-innen, des Geheimdienstes, der Finanzbeamt/-innen oder  Schlägertrupps.
(Das berichtet Barbara Kerneck in der taz)

Nachträge v. 25.10.2016:

Russlands Anteil an der Weltwirtschaftsleistung sinkt: 1992 4,9%, 2014 3,3%, mit weiter sinkender Tendenz
Die Wirtschaftsleistung der staatlich kontrollierten Unternehmen hat sich seit 2005 verdoppelt.
Ausländische Direktinvestitionen sinken: 2009 gehörte Russland zu den Top-5-Ländern mit den meisten ausländischen Investitionen. 2015 gehört es nicht mehr zu den besten 20.
Die Zustimmung zu Putin sinkt laut eines als „ausländischer Agent“ klassifizierten Meinungsforschungsinstituts: Von 80% nach der Krim-Besetzung auf 2015 74%. Die niedrigen Löhne und Renten sind für Russen ein größeres Problem als außenpolitische und militärische Erfolge.
(FAZ v. 29.10.2016)
Vom derzeitigen System der gelenkten Demokratie und der staatlich gesteuerten Wirtschaft profitieren ca. 10.000 Menschen („Datscha-Gemeinschaft“). An einer Änderung haben sie kein Interesse. eine „Ausstiegsperspektive“ haben sie nicht. Daher ist eher eine weitere Verhärtung und heftigere Abwehr von Veränderung zu befürchten.
(Prof. Klaus Segbers, FAZ v. 21.10.16)
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