Die zentrale Hinrichtungsstätte der DDR

Gepostet am Aktualisiert am

war zuerst in Dresden. In der Tauwetterperiode nach Stalins Tod, als dessen Terror in Verruf geriet, wurde die Einrichtung zu einer antifaschistischen Gedenkstätte und die Todesstrafe vorübergehend ausgesetzt. 63 Todesurteile waren hier vollstreckt worden. Justizministerin Hilde Benjamin hielt jedoch an den Hinrichtungen fest. Ab 1960 wurde die leer stehende Hausmeisterwohnung in der Strafvollzugsanstalt Alfred-Kästner-Straße in der Leipziger Südvorstadt Hinrichtungsstätte.hinrichtung

Alle Exekutionen in Dresden, in Leipzig bis 1968, erfolgten durch die Guillotine. Ab 1968 wurde mit Genickschuss getötet. Anklageschriften und Urteile wurden vom MfS geschrieben. Abgesehen von den wenigen NS-Prozessen, die dann stattfanden, wenn es in Westdeutschland gerade auch einen NS-Prozess gab, war alles, was mit der Todesstrafe zu tun hatte, streng geheim, vor allem ab den 70er Jahren, als die DDR außenpolitisch anerkannt werden wollte. Die DDR-Bewohner waren daher erstaunt, als sie 1987 erfuhren, dass Honecker entschieden hatte, die Todesstrafe abzuschaffen.

Bis 1950 wurde auch in Frankfurt/Oder und Halle hingerichtet.

Eine Dokumentation über die Leipziger Hinrichtungsstätte
Siehe auch das hervorragende Portal „Orte der Repression“ des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
2016 wird bekannt, dass das Haus eine Gedenkstätte werden soll.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s