Religion ist Opium fürs Volk

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sagte Karl Marx. Er machte sich zwar lustig über die, die seine Theorien in die Praxis umsetzen wollten, das hinderte Lenin nicht, als eine der ersten Maßnahmen nach dem bolschewistischen Putsch 1917 tausende Pfarrer erschießen zu lassen. Ulbricht wollte keine Kirchtürme mehr auf seinen Fahrten über Land sehen und schickte deswegen die Sprengmeister herum.

Der Kommunismus braucht keine fremden Götter, er ist selbst eine Kirche: Die Partei hat immer recht. Sie ist unfehlbar wie der katholische Papst. Das Böse wird nicht vom Teufel verkörpert, sondern von der Bourgeoisie und ihrem Kapitalismus. Das Paradies liegt nicht im Himmel, sondern kommt, nach einem langen, entbehrungsreichen Weg, schon im Diesseits.

Das muss der Regionalbischöfin i. R.  Elfried Begrich zusagen, denn sie schwärmt auf der Webseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dass die Genossinnen und Genossen zu den alten Werten zurückgefunden hätten und der Utopie einen Ort verschaffen würden. Ein Baustein sei das kommunistisch-sozialistische Gesellschaftsmodell.

Frau Dr. theol. Begrich schob auf Nachfrage nach, dass ihr nicht unbekannt sei, dass im „staatlich verordneten“ Kommunismus der DDR durchaus auch schon mal Unrecht geschehen wäre. Die Christenverfolgung in der DDR sprach sie nicht an.

Für die Linkspartei saß die Pfarrerin auch in der Bundesversammlung 2010, wo von ihr erwartet wurde, dass sie nicht den Pfarrerkollegen Gauck, sondern die westdeutsche Salonkommunistin Lukretzia Jochimsen zum Bundespräsidenten wählte.

Thüringen, wo der fromme Linke Bodo Ramelow demnächst Ministerpräsident werden könnte, ist anscheinend ein Hort christlich-kommunistischer Gemeinsamkeiten. In der Zeit berichtet Christoph Dieckmann von einer ökumenischen Tagung der Linkspartei in Erfurt 2010, die von Frau Dr. Begrich moderiert wurde:

„… Ein Schlusschoral entfiel, doch Ramelow sprach den Segen: »Toleranz gespürt, Verantwortung angemahnt, Dialog verabredet.« Dann reiste man ab, ein jeglicher in seine Stadt, um daselbst den Genossen das Wunder von Erfurt zu verkünden. Da staunten im Westen wohl viele. Im Osten entrang sich gewiss manch alter Tschekistenbrust das Stoßgebet: »Sankt Erich, hilf!« Ein Gemischtwarenladen war die Linkspartei schon immer. Jetzt wird sie auch noch vom Luther geritten.“

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