Juden im besseren Deutschland

Gepostet am Aktualisiert am

auf Youtube (Erstsendung ZDF 2010)

Notizen zum Film:

1952: Politbüromitglied Merker – kein Jude – spricht sich für Entschädigungszahlungen an Holocaustopfer aus. 1955: M. wird zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wäre ein imperialistischer Agent. In Hohenschönhausen während der U-Haft schwer misshandelt. (1956 vom selben Richter begnadigt.)
1953: Panik unter den ostdeutschen Juden. Mehrere Gemeindevorsteher und Hunderte Gemeindemitglieder flüchten in den Westen.
Hintergrund: Stalins Judenhass führt Anfang der 50er Jahre zu einer antisemitischen Verfolgungswelle im gesamten Ostblock (Slansky-Prozess CSSR, Waldheim-Prozesse DDR)
8 Jahre nach dem Holocaust verfolgt wieder eine deutsche Regierung Juden!
Während des Eichmann-Prozesses 1961 verschickt das MfS scheinbar von westdeutschen Nazis geschriebene Drohbriefe gegen westdeutsche Juden.
Codename für die Verhaftung von 86.000 als Agenten und Provokateure verdächtigten Elementen in der DDR: „KZ“.
Ende der 80er: Honecker möchte nach Washington eingeladen werden. Er stellt Entschädigungszahlen in Aussicht, lässt Synagogen renovieren, schickt die FDJ zum Aufräumen des jüdischen Friedhofs Weißensee und empfängt Galinski und Bronfman (Jüd. Weltbund), weil er sich davon Unterstützung in uAS verspricht.
Anzahl jüdischer Gemeindemitglieder zum Ende der DDR: 300
– Siehe auch hier im Blog

Ergänzend dazu die hervorragende Dokumentation „Ausgeblendet. Der Holocaust in Film und Literatur der DDR“, hrsg. von der Amedeu-Antonio-Stiftung 2011.

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