Uwe Tellkamp über die Treuhandanstalt

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Lange dachte ich, ich wäre so ziemlich der einzige, der die Treuhand nicht in Bausch und Bogen verurteilt, in ihr nicht die Hauptursache für den Untergang der DDR sieht. Zu meiner großen Freude äußert sich jetzt Uwe Tellkamp über die Treuhand, in einem Interview mit der FAZ v. 29.12.12 über eine Fortsetzung des „Turms“ in die Zeit nach der Friedlichen Revolution:

„Hier (in Ostdeutschland; GS) ist die Meinung verbreitet, dass die Treuhand eine Schurkenanstalt gewesen wäre. Sicher ist da viel Mieses passiert. Mich stört es aber, wenn immer nur die Klischees kommen. Viele Betriebsdirektoren von hier, die früher überzeugte Kommunisten waren, haben plötzlich ihre kapitalistischen Fähigkeiten entdeckt und in einer Art und Weise Leute entlassen, die niemand im Westen für möglich gehalten hätte… Natürlich gab es unter den Leuten, die aus dem Westen kamen, auch Schurken und Gewinnler, aber sehr viele entschieden sich aus purem Idealismus dafür zu helfen.“

Siehe auch Buhmann Treuhand?“, „Ein erstes Buch über die Treuhand“ und das Deutschlandfunk-Interview mit Klaus von Dohnany

 

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